Aufruf der Kirchen und Religionsgemeinschaften
zum Flüchtlingssonntag und Flüchtlingssabbat vom 15./16. Juni 2013
Wir, die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz, haben ein zwiespältiges Verhältnis zur Flüchtlingsfrage. Während wir immer wieder unsere Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge unter Beweis stellen, neigen wir gleichzeitig zu einer Abwehrhaltung.
Es gibt eine grosse Bereitschaft in unserem Volk, über Hilfswerke und soziale Institutionen den Menschen in Not zu helfen und die vielfältigen Formen des Leides zu mildern. So hat die Schweizer Bevölkerung in den vergangenen Jahrzehnten bis heute Milliarden Franken an Spendengelder für die Hilfswerke gesammelt und Steuergelder grosszügig eingesetzt. Gleichzeitig werden negative und warnende Stimmen laut, wenn es um die Frage nach dem Umgang mit den Flüchtlingen und Asylsuchenden geht. Auch diese Stimmen muss man ernst nehmen. Sie kommen aus der schmerzlichen Erfahrung, dass unserem Helfen Grenzen gesetzt sind.