159. Session der Nationalsynode tagt in Lugano: Einladung und Traktanden
Die Christkatholische Kirche der Schweiz lädt am 29. und 30. Mai 2026 zur 159. Session der Nationalsynode ins Tessin ein. In Lugano beraten die Synodalen über zentrale kirchliche, rechtliche und finanzielle Geschäfte – von der strategischen Ausrichtung «Bistum 2030» über liturgische Fragen bis hin zu internationalen Beziehungen.
Von der Redaktion
Die diesjährige Session beginnt am Freitagvormittag mit einem Festgottesdienst in der Chiesa Evangelica Riformata in Lugano. Anschliessend wird Synodepräsident René Meier die Versammlung offiziell eröffnen. Die Verhandlungen finden im Gemeindeparlament an der Piazza della Riforma statt.
Beratung über Zukunftsprojekte und kirchliche Grundlagen
Auf der provisorischen Traktandenliste stehen gewichtige Themen: Neben dem Bericht des Bischofs und dem Jahresbericht des Synodalrats wird insbesondere das Projekt «Bistum 2030» Raum einnehmen. Auch Immobilienfragen sowie die Weiterentwicklung der kirchlichen Kommunikation werden beraten.
Von besonderer Bedeutung ist der Antrag zur definitiven Einführung des Formulars «Einsegnung der Ehe». Zudem liegen verschiedene Archivreglemente sowie ein Reglement über die Entbindung vom Seelsorgegeheimnis zur Genehmigung vor. Die geplante Verfassungsrevision wird ebenfalls thematisiert. Mit dem Memorandum of Understanding mit der Kirche von Schweden und Informationen zum Internationalen Altkatholiken-Kongress 2026 richtet sich der Blick auch über die Landesgrenzen hinaus.
Finanzen, Jugend und kirchliches Engagement
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Finanzen: Die Rechnung 2025, das Budget 2027 sowie der Finanzplan 2028-2032 stehen zur Beratung an. Daneben berichten zahlreiche Kommissionen und Institutionen über ihre Arbeit – darunter das Institut für Christkatholische Theologie an der Universität Bern, die Fachstelle Bildung, die Plattform Jugend sowie verschiedene soziale und ökumenische Gremien.
Die Plattform Jugend wird sich zudem mit einer Präsentation einbringen und Impulse für die künftige kirchliche Arbeit mit jungen Menschen setzen. Die Session endet am Samstagnachmittag mit Mitteilungen und dem Segen.
Interessierte Gäste können sich beim Sekretariat des Synodalrats anmelden. Mit der Tagung im Tessin unterstreicht die Christkatholische Kirche der Schweiz ihre gesamtschweizerische Verankerung und die Bedeutung des synodalen Austauschs für ihren gemeinsamen Weg in die Zukunft.