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Advent: Neuanfang und Ankunft

«Euch aber lasse der Herr wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen, wie auch wir euch lieben, damit eure Herzen gestärkt werden und ihr ohne Tadel seid, geheiligt vor Gott, unserem Vater, bei der Ankunft Jesu, unseres Herrn, mit allen seinen Heiligen. Amen.»
(1 Thess 3,12f.)

Es fängt wieder von vorne an, das Kirchenjahr. Am ersten Advent beginnt es von Neuem. Wieder mit Warten auf den, der da kommt. Auf das Kind in der Krippe vor langer Zeit, auf sein Kommen am Ende der Zeit.

Es beginnt eine Zeit der Vorbereitung: der Geschenke, der Wohnung, des Festes, des Herzens. Es ist eine Zeit der Vorfreude, die erhalten werden will und nicht zu schnell befriedigt. Es ist eine Zeit, in der die Sehnsucht nach dem Reich Gottes und nach Frieden auf Erden Raum hat.

«Euch aber lasse der Herr wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen.» Wachsen in der Liebe, das braucht Zeit und Neuanfang. Der Advent lädt ein zum Innehalten, zur Besinnung, zum Überdenken. Das wünsche ich mir auf Weihnachten, dass ich bis dahin, bis zum Fest der Liebe, ein Stück in der Liebe wachse. Der neue Advent ist mein Neuanfang. Wo Beziehungen zu meinen Mitmenschen und meiner Mitwelt schwierig oder gar misslungen sind, soll es einen hoffnungsvollen Neuanfang geben. Ich habe die Hoffnung und die Vorfreude, dass es Stück für Stück gelingen kann. 

Und ich freue mich schon jetzt auf das Fest, auf die Botschaft der Engel für uns, auch wenn es noch lange hin ist. Aber so lange will ich warten.

Pfarrerin Antje Kirchhofer