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Auferstehung und Aufstehen

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Ich weiss nicht, wie Sie spannende Bücher lesen. Bisweilen habe ich die Angewohnheit, hinten anzufangen und die letzten Seiten zu lesen. Denn ich behaupte: Ein gutes Buch hält das aus, wenn ich Anfang und Schluss der Handlung kenne. Was dazwischen an Unbekanntem ist, gewinnt sogar an Reiz. Mit unserem Leben ist es ähnlich. Wir kennen Anfang und Ende. Wir wissen um Geburt und Tod. Und trotzdem ist unser Leben spannend. Bald beginnt mit dem Palmsonntag die Osterwoche und wir feiern die Auferstehung von Jesus Christus.

Meinungsumfragen besagen, dass etwa 30 % aller Christinnen und Christen in der Schweiz Mühe haben, an die Auferstehung Christi zu glauben. Ihr naturwissenschaftliches und rationales Weltbild stellt sich quer. Dabei geschieht Auferstehung und Ostern täglich in der Begegnung mit anderen Menschen. Wo Menschen sich bemühen, einander wirklich zu verstehen. Wo Menschen, ihre Hoffnung nicht aufgeben und für ein besseres Leben aller einsetzen, auch wenn es manchmal ausweglos erscheint. Auferstehung hat mit Aufstehen zu tun. Wir kämpfen für eine bessere Welt, für uns persönlich und für andere. Wer aktiv die Welt im christlichen Sinne gestalten und verändern möchte, glaubt an Auferstehung. Es gibt eine Auferstehungskraft, die in uns und durch uns wirkt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe und gesegnete Ostertage und auch persönliche Aufbruch-Entscheidungen in Ihrer Lebensgestaltung. Wenn Sie zu diesem Thema mehr hören möchten, klicken Sie doch an Ostern auf unserer Homepage den Videoclip zu Ostern von Synodalratspräsidentin Manuela Petraglio-Bürgi und mir an.

Bischof Harald Rein