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Bischofswahl an der Nationalsynode in Aarau

04 Frank Bangerter 2

An der 157. Session der Nationalsynode wurde am 24. Mai in Aarau Pfr. Frank Bangerter zum 8. Bischof der Christkatholischen Kirche gewählt.

Wir freuen uns sehr und gratulieren ihm von ganzem Herzen. Möge ihn Jesus Christus auf seinem Weg in diesem verantwortungsvollen Amt begleiten.


MEDIENMITTEILUNG VOM 24.5.24

Der neue Bischof heisst Frank Bangerter

Nationalsynode der Christkatholischen Kirche der Schweiz in Aarau hat gewählt

Der neue Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz heisst Frank Bangerter. Dies hat die sowohl aus Laien als auch aus Geistlichen bestehende Nationalsynode am 24. Mai in Aarau in einem veritablen «Wahlkrimi» entschieden. Der 61-jährige Bangerter ist seit 2010 Pfarrer in Zürich und wohnt mit seinem langjährigen Partner in Grenchen. Die feierliche Weihe des neuen Bischofs wird am 14. September in Bern stattfinden.

Die Nationalsynode in Aarau hat entschieden: Frank Bangerter ist der neue Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz. Der 61-Jährige zeigte sich «schlicht überwältigt» ob dieser Wahl und vom Vertrauen, welches ihm damit entgegengebracht worden sei. «Ich bin berührt und zutiefst dankbar», sagte der neue Bischof. Gleichzeitig sei damit auch eine enorm grosse Verantwortung verbunden. «Ich stehe für eine Christkatholische Kirche der Schweiz, die offen und mutig auftritt. Für eine Kirche, die Gutes tut, wie wir das bereits vielerorts tun – die aber auch darüber redet», so Bangerter. Wenn man dies glaubwürdig, authentisch und mit Begeisterung tue, dann habe die Kirche auch die Möglichkeit, zu wachsen, für mehr Menschen attraktiv zu werden. Er stellte klar: «Als Bischof werde ich mich für Reformen einsetzen.»

Aufgewachsen ist Frank Bangerter in Lyss. Weil der Mann, mit dem er in langjähriger Partnerschaft zusammenlebt, aus Grenchen kommt, wohnen die beiden auch dort. Der neugewählte Bischof: «Die Christkatholische Kirche hat zwei Errungenschaften, die Frauenordination und die Ehe für alle, die ich als unbestrittenes Potenzial sehe. Wir können und wollen noch mehr zum Ausdruck bringen, dass wir eine offene, liberale Kirche in der katholischen Tradition sind. Wir sind lebensnah, wir grenzen Menschen nicht aus, die geschieden sind, wir anerkennen die Vielfalt, in Bezug auf sexuelle Orientierung und Lebensformen.»

Entscheid im sechsten Wahlgang

Wahlberechtigte in Aarau waren die Laiendelegierten der Kirchgemeinden sowie die Mitglieder des Klerus – und im Falle der Bischofswahl auch die als Exekutive üblicherweise nicht stimmberechtigten Mitglieder des Synodalrats. Erforderlich für die Wahl zum Bischof ist ein Zweidrittelsmehr, was dafür sorgte, dass Bangerter und die beiden anderen Nominierten, Christoph Schuler, Pfarrer in Bern und in Grenchen sowie Lars Simpson, wie Bangerter Pfarrer in Zürich, sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Nach dem 3. Wahlgang zog sich Schuler zurück, nach dem 5. Wahlgang erklärte Lars Simpson seinen Verzicht. Im formell notwendigen 6. Wahlgang erreichte Frank Bangerter dann die notwendige Stimmenzahl.

Seit dem Rücktritt von Bischof Harald Rein Ende November letzten Jahres war der Bischofssitz der Christkatholischen Kirche in der Schweiz vakant gewesen. Der damals 66-Jährige hörte nach 14 Jahren im Amt auf. Die feierliche Weihe des neuen Bischofs wird am 14. September in Bern stattfinden. Für diesen festlichen Anlass werden die Bischöfe der Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz in die Schweiz reisen, allen voran, als Hauptkonsekrator, Bernd Wallet, der altkatholische Erzbischof von Utrecht. Die Christkatholische Kirche der Schweiz zählt per Ende 2023 12137 Mitglieder in insgesamt 28 Gemeinden.

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