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Corona-Notfallhilfe – Das Schiff ist nicht voll

Basler Christkatholiken stellen ihre Kirche dem Universitätsspital zur Verfügung

Die Anfrage des Universitätsspitals Basel, ob das Schiff­ der Predigerkirche als Notfallaufnahme genutzt werden könnte, kam nicht unvorbereitet. Schon länger ist die Predigerkirche Teil des Notfallplans. Die Kirche, gleich neben der überlasteten Notfallstation des Spitals gelegen, soll für alle Verdachtsfälle auf das Corona-Virus zur Anlaufstelle werden. Die Registratur und die Tests will das USB im Kirchenschi­ff vornehmen. Zeitdauer: bis am 15. März und von da ab bei Bedarf bis…

Für die Basler Kirchgemeinde bestand nie ein Zweifel, die Kirche zur Verfügung zu stellen. Kirchenrat, Seelsorgeteam und USB waren sich schnell einig, denn die Zeit drängte. Zwischen dem 3. und 6. März verwandelte sich das Kirchenschi­ff nach und nach in eine Notfallstation. Stromkabel wurden durchs Seitenfenster in die Kirche geführt, der Boden mit Linoleum ausgelegt, der Taufstein in den Seitengang verlegt, alle Säulen mit Holzwänden verkleidet und dann die Abteile für die Untersuchungen eingerichtet. Der Chor der Kirche dient neu als Abstellraum für alles, was zuvor im Kirchenschi­ff untergebracht war. Sekretariat, Pfarramt und Steuerverwaltung können im Nebentrakt weiter arbeiten, da die die Zugänge zum Schi­ff abgeriegelt wurden.

Am vergangenen Wochenende wurden Testläufe durchgeführt, um zu sehen, ob die vorgesehenen Abläufe stimmen. Am Montag war die Kirche für die Aufnahme der Patienten bereit. Und die Kirchgemeinde? Die Gottesdienste finden vorerst in der Off­enBar des Kirchgemeindehauses statt, die benachbarte reformierte Petersgemeinde hat aber bereits signalisiert, in der Osterzeit ihre Kirche den Christkatholiken zur Mitbenutzung zur Verfügung zu stellen. Die Reaktion der Gemeindemitglieder ist durchwegs positiv. Spontan, unkompliziert und in grosser Ruhe geht das Gemeindeleben weiter.

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