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Die Klimakrise ist auch eine spirituelle Krise

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Die drohende Klimakatastrophe bewegt auch religiöse Menschen. Denn die Forderung nach einem respektvollen Umgang mit der Natur ist ein Grundthema vieler Religionen und spiritueller Traditionen. Anlässlich der nationalen «Kl!mademo des Wandels» am 28. September 2019 in Bern findet in der Heiliggeistkirche beim Bahnhof um 12.30 Uhr ein interreligiöses Klimagebet statt. Interreligiöse Aktionen haben in Bern Tradition. Am Haus der Religionen finden monatlich Klima- Mahnwachen statt. Die Gruppe Heiliggeist interreligiös trifft sich regelmässig zum Gebet. Beide Teams gestalten zusammen mit Pfarrerin Nadja Müller, die seit März in der Theodorskirche Basel Klimagebete durchführt, ein Ritual mit Symbolkraft. Denn die Klimakrise kennt keine Grenzen.

Die Erde ist unser gemeinsames Haus. Indem Menschen aus verschiedenen Kulturen und religiösen Traditionen zusammen beten, setzen sie ein Zeichen des Friedens. Sie geben der Hoffnung Ausdruck, dass wir in der Gemeinschaft die Klimakrise überwinden und die Schöpfung erhalten können. Auch unterstreichen sie damit, dass konkrete Aktionen zur Bewältigung dieser Krise aus einer inneren Haltung wachsen. Denn: Kontemplation und Aktion befruchten sich gegenseitig. Menschen aus folgenden Religionsgemeinschaften und Kirchen beteiligen sich stellvertretend für alle am Gebet: Hindus, Muslime, Yorubas, Jüdische Gemeinde, Römisch-Katholische Kirche, Christkatholische Kirche, Reformierte Kirche. Muslime beten nach einem alten Ritus um Regen, Christ*innen und Jüd*innen träumen den Traum von der versöhnten Schöpfung, Hindus tanzen, Yorubas rufen die Naturkräfte und Konfessionslose füllen die Stille mit ihren Gedanken und Wünschen. Alle sind eingeladen, im sakralen Raum der Heiliggeistkirche Kraft zu tanken und Hoffnung zu schöpfen.