Ein Dankesanlass öffnet Türen zum Institut für Christkatholische Theologie: Von Ahnengalerien und Schokoladenmuseen
Was haben Lenin, eine Porzellanfabrikanten-Witwe und zwei Heilige mit dem Institut für Christkatholische Theologie zu tun? – Diesen und weiteren Fragen gingen die Teilnehmenden auf dem spielerischen Parcours nach, der am 27. Oktober 2025 stattfand.
Von Stefanie Arnold
Rund 50 Personen nahmen am traditionellen Dankesanlass für die Freiwilligen der Christkatholischen Kirchgemeinde Bern teil. Ausgerüstet mit einem Fragebogen beantworteten sie an drei Stationen insgesamt 21 Fragen zur ältesten Institution der Christkatholischen Kirche der Schweiz.
151 Jahre Geschichte entdecken
Die «Katholisch-Theologische Fakultät» der Universität Bern nahm am 23. November 1874 mit fünf Professoren und neun Studenten den Vorlesungsbetrieb auf. 1945 wurde die Ausbildungsstätte in Christkatholisch-Theologische Fakultät umbenannt, 2017 schliesslich in Institut für Christkatholische Theologie.
Von Anfang an war die Fakultät international ausgerichtet: Neben Studierenden aus anderen altkatholischen Kirchen waren auch orthodoxe Studierende aus osteuropäischen Ländern eingeschrieben. Der Historiker Heiner Grunert, der zur Geschichte der Fakultät forscht, nahm dies zum Anlass für einen anekdotenreichen Vortrag über einige markante Persönlichkeiten. Über den «sehr interessanten Vortrag» wurde, wie Teilnehmende berichteten, «noch eine ganze Weile weiterdiskutiert».
Auf den Spuren von Bischöfen, Stifterinnen und Heiligen
In den Räumlichkeiten des Instituts begaben sich die Teilnehmenden unter der Anleitung von Professorin Georgiana Huian, Sebastian Mateiescu und Johnson M. John auf Spurensuche. Ahnengalerien, Bücher und Möbel boten zahlreiche Anknüpfungspunkte, um mehr über prägende Persönlichkeiten zu erfahren. Dazu gehörten nicht nur Bischöfe und Professoren, sondern auch Stifterinnen und Stifter wie Luise Lenz-Heymann oder die Familie Michaud sowie zwei orthodoxe Heilige.
Architektur und ein Schokoladenmuseum
Die Unitobler, wo sich das Institut seit fast drei Jahrzehnten befindet, ist zugleich eine architektonische Sehenswürdigkeit. Assistentin Stefanie Arnold führte durch das Gebäude und liess dabei auch den Besuch im versteckten Schokoladenmuseum nicht aus. Am Ende des Abends blieben nicht nur richtig beantwortete Fragen, sondern viele Eindrücke, Gespräche und fröhliche Gesichter in Erinnerung.
Wer Lust bekommen hat, das Institut zu entdecken und mehr über Christkatholische Theologie zu erfahren, ist herzlich eingeladen, dies am Samstag, 7. März, von 11 bis 15 Uhr am «Aktionstag Christkatholische Theologie» zu tun.
Infos und Anmeldung (bis 20. Februar 2026): info@plattform-jugend.ch
Website der plattform jugend