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«Gegen das Imperium –für den Frieden»: Friedenskonferenz in Helsinki

Christkatholisch Friedenskonferenz Helsinki Cmyk
«Frieden beginnt nicht nur auf diplomatischer Ebene, sondern in unseren Gemeinschaften, in unseren Schulen und auf unseren Strassen.» Foto: Alamy

Unter dem Motto «Gegen das Imperium – für den Frieden» diskutierten am 1. Dezember 2025 die Teilnehmenden einer Friedenskonferenz in Helsinki über die Herausforderungen globaler Machtstrukturen sowie über Möglichkeiten friedlicher Konfliktlösung.

Von Krzysztof Pikulski

Fast hundert Teilnehmende aus ganz Europa nahmen an der Konferenz teil, die sich mit den theologischen Grundlagen befasste, auf welche sich die Russisch-Orthodoxe Kirche und ihr Patriarch Kyrill I. gelegentlich berufen, um jenen aggressiven Krieg zu rechtfertigen, welchen Moskau seit fast vier Jahren gegen die Ukraine führt.

Schon in den frühen Morgenstunden versammelten sich die Teilnehmenden, um gemeinsam ein Zeichen gegen Unterdrückung und militärische Gewalt zu setzen. Die Atmosphäre war eine Mischung aus Ernsthaftigkeit und Hoffnung: Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen boten Raum für kritische Analysen und gleichzeitig für die Vorstellung konkreter Friedensinitiativen.

Besonders beeindruckend war der Beitrag der Delegation der Kirchen aus der Ukraine, die aktuelle Beispiele präsentierte für die Wirkung jener Ideologie des «Russkij mir», wie sie in den staatlich kontrollierten russischen Medien vermittelt wird, auf die Weltanschauung der Russen und der Staaten, die das Regime Putins unterstützen. «Wir müssen verstehen, wie imperiale Strukturen unsere Gesellschaften beeinflussen. Frieden beginnt nicht nur auf diplomatischer Ebene, sondern in unseren Gemeinschaften, in unseren Schulen und auf unseren Strassen.»

Die internationale Delegation aus Osteuropa stellte weitere aktuelle Beispiele imperialer Einflussnahme sowie des Widerstands lokaler Gemeinschaften vor. «Es geht nicht nur darum, sich gegen Mächte zu stellen, sondern konkrete Alternativen zu entwickeln», erklärte ein Vertreter aus der Ukraine. «Unsere Werkzeuge sind Selbstbestimmung und friedlicher Dialog.»

Die Teilnehmenden betonten mehrfach, dass Widerstand nicht nur politisch, sondern auch kulturell und gesellschaftlich gelebt werden müsse – durch Bildung, Zusammenarbeit und gewaltfreies Handeln, um das Bewusstsein für die Bedrohung durch den «Russkij mir» zu schärfen.

Zum Abschluss der Konferenz wurden gemeinsame Verpflichtungen angenommen, um Friedensinitiativen weiterzuführen und die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen zu stärken.

Helsinki zeigte einmal mehr, dass die Stadt nicht nur ein politisches Zentrum, sondern auch ein Ort gesellschaftlichen Engagements und aktiver Bürgerschaft ist.