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Herbst-Retraite 2025 der Gemeinschaft des hl. Johannes des Täufers: Meiner Sehnsucht auf der Spur

Christkatholisch Retraite Gem Johannes
Nach dem Angelus und dem ­Mittagessen, das von angeregten Gesprächen begleitet war, ging es nach einer kurzen Pause zum abschliessenden Gespräch über die gemachten Erfahrungen. Foto: zVg


Die Gemeinschaft des heiligen Johannes des Täufers auf Wanderschaft: Die Herbstretraite war in Sarnen geplant. Kurzfristig wurde eine Umorientierung nötig, da wegen Umbauarbeiten die schon bestellten Räumlichkeiten nicht zu Verfügung standen. Es gelang Sarah Böhm-Aebersold, in Delémont für uns Unterschlupf zu finden

Von Regine Hildebrandt

Pünktlich zum Mittagsgebet waren die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Centre Saint François eingetroffen. Einige der üblichen Retraiteteilnehmer sind nicht gekommen, zu unserer Freude durften wir drei «Newcomer» begrüssen.

Nach dem Mittagessen und kurzer Ruhe eröffnete Pfarrer Theo Pindl mit dem Impuls «Wen sucht ihr?», wie Jesus die ihm nachfolgenden Jünger gefragt hat, unsere Retraite. Wir waren also die direkt Angesprochenen. Die Wege um das Zentrum, kurz bevor es anfing zu regnen, gaben uns Gelegenheit, diese Frage zu meditieren. Eine der treffendsten Antworten war: Ich suche nicht, ich finde. Doch damit begann die ernsthafte Auseinandersetzung mit unserem christlichen Glauben. Fragen wie: Was suche ich, wenn ich suche? Wie bin ich unterwegs? Wo stehe ich bei meiner Suche? waren hilfreich.
Der nächste Impuls betraf das Bild, das wir uns von Gott machen. Es war nicht einfach, anzunehmen, dass Gott uns immer liebt, in jedem Moment unseres Lebens, und dass wir uns ihm vertrauensvoll zuwenden können. Gestärkt wurden wir mit Beispielen moderner und älterer Zeugen, die diese Zusage, diese Gewissheit, vermitteln. Auch da verbachten wir eine Zeit der Auseinandersetzung, diesmal zu zweit, und den Austausch im Plenum über die gemachten Erfahrungen.

Die Vesper fand uns wieder auf vertrauterem Boden. Die lang geübten Gesänge und Responsorien tönten freudig und sicher. Nach dem Abendessen vereinten wir uns noch einmal zur Komplet, auch da erfuhren wir uns als gute Gemeinschaft.

Zur Laudes am nächsten Tag, zum Lobpreis des Lichtes am noch dunklen Morgen, trafen wir uns wieder; ein weiteres Mitglied kam dazu. Nach der Eucharistiefeier, die unser Rektor Pfarrer Christoph Bächtold leitete, befassten wir uns wieder mit unserem Thema. Diesmal betrachteten wir die Art unseres Gebetes. Zuerst mit dem Video «Wozu beten?» aus der Reihe «Sternstunde Religion», wo der Theologe und Lyriker Christian Lehnert zu der Art seines Betens befragt wurde. Daraufhin wandten wir uns der eigenen Art des Betens zu.

Nach dem Angelus und dem Mittagessen, das von angeregten Gesprächen begleitet war, ging es nach einer kurzen Pause zum abschliessenden Gespräch über die gemachten Erfahrungen. Wir waren uns während dieses gemeinsamen Suchens und Unterwegsseins, wo viel Persönliches einfloss, auch nähergekommen, und wir bedankten uns bei unserem Referenten, der seinerseits die Gebetszeiten, die der Retraite ihren Rhythmus gaben, sehr geschätzt hat.

Abschluss war die feierliche Vesper, nach welcher wir uns wieder voneinander verabschiedeten, in der Gewissheit, uns auch im nächsten Jahr wieder einzufinden.