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Jahresversammlung des Landeskirchenrates des Kantons Bern: Es geht stetig aufwärts im Kanton Bern

Christkatholisch Jahresversammlung Des Landeskirchenrates Des Kantons Bern Epiphaniekirche Johanna Ceresola
Eine feierliche Eucharistiefeier in der Epiphanie­kirche mit Pfarrerin Liza Zellmeyer bildete den Startpunkt. Foto: Johanna Ceresola

Am Samstag, 7. Februar, kamen die Delegierten und Geistlichen der vier bernischen Kirchgemeinden zu Gottesdienst, Jahresversammlung und Mittagessen in Biel zusammen. Mit Freude konnte festgestellt werden, dass es bei den Mitgliederzahlen, den Kirchensteuern und dem Engagement für eine lebendige Kirche stetig aufwärts geht.

Von Christoph Schuler

Eine feierliche Eucharistiefeier in der Epiphanie­kirche mit Pfarrerin Liza Zellmeyer bildete den Startpunkt. Die siebzehn Anwesenden verfolgten im Anschluss gespannt den Vortrag von Pfarrer Robert Freede, Dekan des Bistums Haarlem in den Niederlanden, zum Thema «Kirchen und Gesellschaften im Wandel – wie die christ- und altkatholischen Kirchen darauf reagieren können.» Trotz aller Schwierigkeiten, welche sich in säkularer werdenden Gesellschaften für unsere Kirchen ergeben, haben wir mit unseren kleineren und persönlichen Kirchgemeinden, welche die Gottesdienste ins Zentrum stellen, auch Chancen für die Zukunft. Anschliessend überbrachte Esther Richard, Präsidentin des Kirchgemeindeverbandes, ein Grusswort, das die aktuelle politische Diskussion um die Kirchensteuern der juristischen Personen aufnahm. Sie dankte ebenfalls den Kirchgemeinden für ihr Engagement im gesamtgesellschaftlichen Interesse.

Alle Anträge genehmigt

Bei der ordentlichen Jahresversammlung standen die üblichen Traktanden zur Diskussion. Nach der Genehmigung des Protokolls von 2025 und des Jahresberichts des Präsidenten für das Jahr 2025 nahm die Versammlung von der Rechnung 2025 Kenntnis, die mit einem Ausgabenüberschuss von Fr. 72 161 abschloss, was dem Budget entsprach. Damit war das Vermögen der Landeskirche zum Jahresende aufgebraucht. Das Budget 2026 sieht einen höheren Staatsbeitrag an die Pfarrbesoldungen vor, weshalb mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 3810 gerechnet wird, dies bei einem gleichbleibenden Gemeindebeitrag von Fr. 140 pro beanspruchtes Stellenprozent. Im laufenden Jahr stehen 2,6 Pfarrstellen und 0,2 Stellen für die Landeskirche zur Verfügung, welche über den Staatsbeitrag finanziert werden.

Arbeitsgruppe Kirchen und Staat

Martin Kunz, Vizepräsident, informierte über die ­Arbeitsgruppe «Kirche und Staat». Am 28. November 2025 veröffentlichte der Regierungsrat eine Medienmitteilung mit der Empfehlung, bei der Kirchensteuer juristischer Personen eine steuerliche Freigrenze für Unternehmen mit jährlichen Gewinnen unter Fr.  700 000 einzuführen. Dadurch würden bis zu 97 % der Unternehmen im Kanton Bern von dieser Steuer befreit. Die Besteuerung grosser Unternehmen soll bestehen bleiben, um ihre soziale Verantwortung zu bewahren. Diese Steuerpflicht wurde 1939 mit diesem Ziel eingeführt. Die Mindereinnahmen für die Kirchgemeinden werden auf rund 9 Millionen geschätzt, das ist mehr als ein Fünftel der Gesamteinnahmen. Der Ertrag für unsere Landeskirche betrug im Jahr 2025 Fr. 429 506. Der Grosse Rat wird den Bericht des Regierungsrates in der Frühjahrssession 2026 behandeln.

Bischöfliches Wort und Segen

Zum Schluss der Versammlung dankte Bischof Frank Bangerter den Anwesenden für ihre Treue und ihr Engagement für unsere christkatholische Kirche und entliess sie mit einem Segen in den kirchlichen Alltag des Jahres 2026.

Die nächste ordentliche Versammlung findet am Samstag, 6. Februar 2027,
in Burgdorf statt.

Gemäss Artikel 25 der Verfassung der Landeskirche vom 10. November 2018, kann gegen die gefassten Beschlüsse innert 30 Tagen nach der Veröffentlichung von 50 stimmberechtigen Mitgliedern der Landeskirche oder von einem Kirchgemeinderat beim Präsidium das Referendum ergriffen werden.