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Portrait Matthias Grüter – Im Odin’s Gate

Christkatholisch Matthias Grueter Ck Original Vera Ruettimann
«Das Zelten auf den Feldern, Speisen an offenen Feuern und sich mittelalterlich zu kleiden, das alles macht mir in meiner Freizeit grossen Spass.» Foto: Vera Rüttimann

Matthias Grüter leitet den Mittelalterverein Alvitur in Rheinfelden AG. Er ist fasziniert von der Kultur der Wikinger. Ein Fan ist auch sein Vater Peter Grüter, christkatholischer Pfarrer in St. Gallen. Beide teilen ähnliche Werte. 

Von Vera Rüttimann

Matthias Grüter wird herzlich begrüsst von Leuten, die ihn beim Fotoshooting in der charmanten Altstadt von Rheinfelden sehen. Man kennt den Mann in der Lederjacke und dem freundlichen Gesicht. Er sagt lachend: «Ich brauche Menschen um mich herum. Deshalb kenne ich in Rheinfelden auch jeden Wirt.»

Im Odin’s Gate

Neben der christkatholischen Kirche befindet sich das Kirchgemeindehaus. Matthias Grüter öffnet eine grosse hölzerne Eingangstür; eine steile Steintreppe führt hinab in das beeindruckende uralte Kellergewölbe. Wir befinden uns im Odin’s Gate, dem stimmungsvollen Clublokal von Alvitur, einem Mittelalter- und Wikingerverein. Der 30-jährige, der diesen Verein präsidiert, zeigt dem Gast die vielen Einrichtungsgegenstände – Schilder, Felle und Tierschädel, die an Wänden hängen – und natürlich die Bar. Alles von den Vereinsmitgliedern selbst eingerichtet.

Unter Mittelalterleuten

Im Verein Alvitur engagiert sich Matthias Grüter mit einer Gruppe von Freunden. Er beschreibt sie als eine Art «Mittelalter-WG», die an Wikinger- und Mittelalter-Spektakeln wie dem WUMS in Villmergen für ein gutes Ambiente sorgen. «Das Zelten auf den Feldern, Speisen an offenen Feuern und sich mittelalterlich zu kleiden, das alles macht mir in meiner Freizeit grossen Spass», sagt der bärtige Mann, der als Servicetechniker für Tankstellen arbeitet.

Die Leute in dieser Szene seien offen, freundlich und warmherzig. Vom IT-Mann der Swisscom bis zum Maurer sei hier alles dabei. Auch seine Freundin, die als Oberstufenlehrerin Deutsch und Geschichte unterrichtet, macht engagiert mit.

Die Geschichte und Kultur der Wikinger, die während des frühen Mittelalters lebten, haben es den beiden angetan. Immer wieder einmal treibt es sie in deren nordische Herkunftsländer wie Dänemark.

Vater ist Fan und Vorbild

Die Sonntagsgottesdienste in Rheinfelden, bei denen er ministriert hat, das Kirchenkaffee danach oder die Chrisolas (Christkatholische Sommerlager), die er im Lagerhaus auf der Mörlialp erlebt hat – Matthias ­Grüter erinnert sich gerne an seine Jugendjahre. Durch seinen Vater, der hier in der Stadtkirche St. Martin über zwanzig Jahre Pfarrer war, bevor er nach St. Gallen ging, wuchs er quasi in dieser Gemeinde auf. Auch dieser sei ein grosser Fan des Mittelaltervereins Alvitur. «Er ist glücklich, wenn junge, engagierte Leute etwas unternehmen. Er ist Ehrenmitglied bei uns.» Seine Eltern haben ihn sehr liberal erzogen. «Punkto Glaube und christkatholischem Bewusstsein ist mein Vater für mich Vorbild.»

Gemeinsame Werte

Gibt es gemeinsame Werte zwischen Christkatholiken und den Mittelalterleuten des Vereins Alvitur? Matthias Grüter betont: «Man achtet aufeinander, ist gemeinsam freundschaftlich unterwegs und erlebt tolle Dinge. Bei uns finden auch Menschen ihren Platz, die es in der Gesellschaft nicht leicht haben.»

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