Stellungnahme der Christkatholischen Kirche der Schweiz zu den Konversionsmassnahmen
Die Christkatholische Kirche der Schweiz verurteilt Konversionsmassnahmen aufs schärfste und befürwortet ein gesamtschweizerisches Verbot dieser menschenverachtenden Praktiken.
Für die Christkatholische Kirche der Schweiz ist jedes menschliche Leben ein von Gott erschaffenes Geschöpf. Unser Dasein und unser Sein empfangen wir von Gott. Dieser hat uns so gewollt, wie wir sind, wie wir empfinden und wie wir lieben.
Da gibt es keinen Mangel, da gibt es nichts zu beheben, da gibt es nur, die gottgegebene Menschenwürde zu achten und zu schützen.
Konversionsmassnahmen betrachten Menschen als starre Sache, die repariert werden muss. Menschen werden damit gezwungen, vorgegebenem menschlichen Mass zu entsprechen. Von Menschen gemachte Vorstellungen werden an die Stelle von Gott gesetzt.
Menschen sind von Gott erschaffene Geschöpfe und können nicht nach menschlichem Ermessen umerschaffen werden.
Wer andere nicht so gelten lässt, wie sie von Gott gewollt sind, verweigert sich Gott selbst.
Die Tradition der Kirche stützt diesen Zwang in keiner Weise.
Der Mensch als Ebenbild Gottes zeigt sich in der Freiheit jedes Menschen und nicht in einer festgelegten leiblichen oder geschlechtlichen Gestalt.
Bern, 2. Juni 2026
Bischof und Synodalrat der Christkatholischen Kirche der Schweiz