Header

Hauptnavigation

«Ich will euch stärken, kommt!» – Die Weltgebetstagsbewegung feiert mit Texten aus Nigeria

Christkatholisch Weltgebetstag 6 326 Atwork Rest For The Weary By Gift Amarachi Ottah
Der Weltgebetstag Schweiz ist Teil einer weltweiten Bewegung von ­Frauen aus vielen christlichen Traditionen. Jedes Jahr am ersten Freitag im März laden sie alle zum Feiern eines gemeinsamen ­Gebetstages ein. Durch die ­Gemeinschaft im Beten und ­Handeln sind die Menschen aus vielen Ländern auf der ganzen Welt miteinander verbunden. Die nigerianische Künstlerin Gift Amarachi Ottah hat zum Weltgebetstag ein eindrückliches Titelbild mit der Bezeichnung «Ruhe für die Erschöpften» gestaltet. Foto: zur Verfügung gestellt

Seit 1927 wird der Weltgebetstag weltweit gefeiert, in der Schweiz seit 1936, also seit 90 Jahren. Inzwischen wird in etwa 150 Ländern die Feier jeweils am ersten Freitag im März begangen – eine ökumenische Initiative «von unten». So sind wir alle eingeladen, Schweres gemeinsam zu tragen und einander gegenseitig zu entlasten. Denn geteiltes Leid ist halbes Leid!

Von der Redaktion

Am 6. März wenden wir unseren Blick nach Nigeria, woher die Weltgebetstagsliturgie dieses Jahr stammt. Sie baut sich auf mit der Bibelstelle aus Matthäus 11,28 «Ich will euch stärken, kommt!». Darauf bezieht sich auch die Künstlerin Gift Amarachi Ottah mit ihrem Titelbild. Einerseits zeigen vier aufrechte nigerianische Frauen die tägliche Realität des Lastentragens. Andererseits repräsentieren die drei weiteren Frauen in traditioneller Kleidung verschiedene Kulturen und unsichtbare emotionale Lasten.

Vielfalt und gelebte Erfahrungen

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Die grosse ethnische und religiöse Vielfalt prägt das Land mit Kultur, Musik, Tanz und der Tradition des Geschichtenerzählens. Die Liturgie mit drei Lebensgeschichten vermittelt wie jedes Jahr subjektive Erfahrungen, erzählt aus der Perspektive der Autorinnen. Als solche sind sie uns Geschenk und eine Bereicherung. Dies wollen wir mit dem nötigen Respekt behandeln. Denn Weltgebetstagsfeiern sensibilisieren und schärfen unsere Aufmerksamkeit für die ­Kultur, die Geschichte und die Politik des jeweiligen Liturgie-Landes und lassen uns so die Weltgemeinschaft stärken.

Dabei wollen wir unsere Augen nicht verschliessen vor den Herausforderungen der Vergangenheit und Gegenwart wie dem Sklaven-und Menschenhandel, der Kolonialzeit, dem Weg zum eigenständigen Staat oder der Ausdehnung der Wüste durch den Klimawandel.

Gebet und Solidarität

Auch dieses Liturgieland wird durch Tagesaktualitäten in den Fokus gerückt. Beten und glauben wir, dass unser Gebet zu einer Deeskalation beitragen kann. Durch das Prinzip «informiert beten – betend handeln» leben wir unsere Solidarität und unterstützen Projekte in Nigeria.

Infos zum WGT: https://wgt.ch/

Hinweise zu den Gottesdienstzeiten zum Weltgebetstag finden Sie auf den Gemeindeseiten.