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Fragen nach Endlichkeit, Trost und Hoffnung – Zwischen Geschichte, Erinnerung und Hoffnung – «Frieden im Tal»

Christkatholisch Ausstellung Frieden Im Tal
Für das 100-jährige Bestehen des ­ersten Krematoriums der Zentralschweiz haben Historikerinnen und Geschichtsvermittler auf dem Friedhof Friedental zu der hier praktizierten Bestattungskultur ein Vermittlungs- und Ausstellungsprojekt realisiert. Foto: Ruedi Rey

Am 30. April durfte der Kirchenrat der christkatholischen Kirche Luzern – Esther Albert, Marcel Huber und Ruedi Rey – an der Eröffnung der Ausstellung «Frieden im Tal» auf dem Friedhof Friedental teilnehmen.

Von Ruedi Rey

Die Ausstellung markiert das 100-jährige Jubiläum des Luzerner Krematoriums und lädt noch bis Mitte November dazu ein, sich mit Bestattungskultur, Vergänglichkeit und dem Wandel im Umgang mit Tod und Erinnerung auseinanderzusetzen.

Schon beim Betreten des Friedhofareals wurde deutlich, dass dieser Ort weit mehr ist als eine Ruhestätte: Friedental wurde an diesem späten Nachmittag zu einem Raum der Begegnung, des Nachdenkens und der historischen Vergewisserung. Die sorgfältig gestalteten Vermittlungsstationen und die Ausstellung im alten Krematorium verbinden Vergangenheit und Gegenwart auf eindrückliche Weise. Sie zeigen, wie sich in Luzern während eines Jahrhunderts nicht nur Bestattungsformen verändert haben, sondern auch gesellschaftliche Vorstellungen von Würde, Abschied und Erinnerung.

Ein Ort zwischen Geschichte und Gegenwart

Für uns als Kirchenräte war dieser Anlass besonders wertvoll. Als Vertreterinnen und Vertreter einer Kirche, die Menschen in Übergängen des Lebens begleitet, berührte uns die Ausstellung auf persönlicher wie auch kirchlicher Ebene. Sie machte sichtbar, wie zentral Fragen nach Endlichkeit, Trost und Hoffnung für jede Generation bleiben – unabhängig von konfessionellen Grenzen.

Beeindruckend war auch die Offenheit, mit der die Ausstellung unterschiedliche religiöse, kulturelle und gesellschaftliche Perspektiven aufnimmt. Die Grabstätte «im Friedental» erscheint damit nicht nur als Ort des Abschieds, sondern auch als Spiegel einer vielfältigen Stadtgesellschaft.

Erinnerung als Auftrag

Die Eröffnung der Ausstellung war geprägt von würdigen Begegnungen, inspirierenden Gesprächen und einem spürbaren Respekt vor der Geschichte dieses besonderen Ortes. Für Esther Albert, Marcel Huber und Ruedi Rey war die Teilnahme an dieser Eröffnung deshalb nicht nur ein kultureller Termin, sondern ein Anlass, der nachhallt: als Erinnerung daran, dass Frieden im Tal vielleicht auch bedeutet, Vergangenheit bewusst zu würdigen und daraus Hoffnung für die Gegenwart zu schöpfen.

Besuchen Sie die Ausstellung «Frieden im Tal» – 100 Jahre Krematorium Luzern, Bestattungskultur in Luzern seit mehr als 100 Jahren. Die Ausstellung ist offen vom 30. April bis 15. November 2026, jeweils von 9 bis 17 Uhr. Die Grabesruhe ist zu beachten. https://www.friedenimtal.ch