Unendliche Endlichkeit – Fotografien und Holzarbeiten
In der Dorfkirche von Allschwil begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart. Sakrale Bilder erzählen vom Glaubensweg und eröffnen in einer zeitgenössischen Sprache den Raum für die unendliche Endlichkeit. Im Zentrum steht dabei der Baum: vom Samen zum Baum, vom Schatten- und Lebensspender hin zum gefällten Stamm, der weiterwirkt – als Möbelstück, Wärmequelle, Humus oder Kunstwerk, aus dem neue Zweige spriessen. Die Ausstellung lädt ein, die «Unendliche Endlichkeit» als Kreislauf des Lebens in Fotografien, Lichtobjekten und einer Skulptur zu entdecken.
Mit offenen Augen spazieren, die Natur geniessen und die verschiedenen Baumarten bewundern. Einzelheiten bildlich festhalten und zu Hause betrachten. So entsteht die Idee einer Fotoserie. Holz, Baum und Natur.
Keine spektakulären Aufnahmen, sondern alltäglich sollten sie sein.
Aus einem Samen entsteht langsam ein Bäumchen, das zu einem Baum wird. Es wirft Schatten, spendet Sauerstoff, erzeugt Nahrung für Lebewesen und vieles mehr.
Meistens erfüllt der Baum diese Aufgabe über einen langen Zeitraum. Kommt der Zeitpunkt, an dem er weichen muss – sei es, weil er krank ist oder weil er die Entwicklung des Nachwuchses einschränkt –, dann ist sein Wirken noch nicht vorbei.
Doch sein Wirken ist noch lange nicht vorbei. Bei manchen Baumstümpfen verblasst das Leben nicht. Kleine neue Zweige und Blätter zeugen von der Macht und Ausdauer des Baumes.
Die gefällten Stämme werden gelagert und für eine weitere Verwendung vorbereitet, sei es als Brennholz, Bauholz, Möbelholz oder für vieles andere.
Irgendwann endet der Baum als Humus oder Asche und gibt seine Nährstoffe wieder an den Kreislauf zurück.
Das ist die Idee hinter dieser Ausstellung.
Der Baum steht im Zentrum, ganz gleich in welcher Form. Die unendliche Endlichkeit soll erlebt werden. Fotos, kleine Kunstwerke in Form von Stehlampen und eine Skulptur werden uns den Weg zeigen.
Jörg Degen
Christine und Jörg Degen – Fotografien

Christine und Jörg Degen leben seit einigen Jahren in Allschwil. Bei einem Spaziergang am Bachgraben entlang im vergangenen Jahr entwickelten sie die Idee für eine Fotoserie von Bäumen. Die alten Bäume, Baumstümpfe und Büsche regten sie dazu an, die Veränderungen der Bäume im Jahresverlauf bildlich festzuhalten. So entstand eine beachtliche Serie von Fotos, die zum Grossteil bei spontanen Begegnungen aufgenommen wurden. Fast alle abgebildeten Bäume stehen in der Umgebung von Allschwil. Ein Motiv entstand in Kanada (Indian Summer). Die Fotografien wurden nicht bearbeitet und erfassen die Situation in diesem Moment. In der Ausstellung können einige dieser Fotografien betrachtet werden.
Christine und Jörg Degen werden die Hälfte der Einnahmen aus dem Verkauf ihrer Bilder an den Verein «Versteckte Armut Allschwil und Schönenbuch» überweisen.
Ursula Blättler – Skulptur

Kurz vor ihrem 60. Geburtstag und drei Jahre vor der Pensionierung spürte Ursula Blättler, dass es an der Zeit war, etwas Neues zu beginnen. Die Vorstellung, Holz zu bearbeiten und dabei ihre Kreativität und ihr handwerkliches Geschick auszuleben, war einfach grossartig. In verschiedenen Holzbildhauerkursen erwarb sie die notwendigen Kenntnisse im Umgang mit der Kettensäge und lernte, welche Holzarten sich für die Bearbeitung eignen. Holz ist ein Material, das sie sehr liebt: Natur, Artenvielfalt, Verwendung, Struktur, Duft und auch die Vergänglichkeit. Ein äusserst befriedigendes Tun und Sein begann … Die «Corona-Hand» entstand während des Shutdowns im Jahr 2020, inspiriert durch die Tatsache, dass wir uns gegenseitig, wie es in der Schweiz Tradition ist, bei der Begrüssung nicht mehr die Hand geben konnten.
Maria Di Nunzio – Lichtskulpturen

Maria Di Nunzio steht für ein liebevolles, intuitives und vielseitiges Schaffen. Ihr Interesse gilt unter anderem einem von der Natur geschenkten Material: dem Holz der Bäume. Jeder natürlich gewachsene Baum ist per se ein Unikat. Sie lässt die Vermächtnisse dieser Unikate in Verbindung mit kunstvoll integriertem Licht zu Neuem aufleben. Diese Verbindung lässt neue ästhetische Harmonien und spannende Einsichten entstehen. Ihre aus verschiedenen Holzarten gefertigten Werke sind einzigartige Skulpturen, deren Detailreichtum bei jedem Hinsehen überrascht und fasziniert.
Öffnungszeiten
Während der Öffnungszeiten ist die Dorfkirche in Allschwil betreut und die Kunstschaffenden sind abwechselnd vor Ort. Die Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Allschwiler Kunstverein.
Freitag, 10. April 2026, 18.00 bis 21.00 Uhr Vernissage im Rahmen «Absacker der Arbeitswoche»
Samstag, 11. April 2026, 11.00 bis 15.00 Uhr
Dienstag, 14. April 2026, 12.15 bis 14.00
Freitag, 17. April 2026, 17.00 bis 19.00 Uhr
Sonntag, 19. April 2026, 10.00 Uhr im Rahmen «Kunst Gottesdienst»