Wenn Steine zu Stufen werden
Die diesjährige Osterkerze unserer Kirchgemeinde erzählt vom Lebensweg: vom Anfang, von steinigen Abschnitten und davon, wie Hindernisse zu Stufen werden können.
Das Motiv wurde von Christine Vogt gestaltet. Ihre Gedanken dazu sind: Unser Leben hat einen Ursprung. Der Weg durchs Leben ist nicht immer einfach – es gibt Herausforderungen, Brüche und Unsicherheiten. Doch gerade diese Erfahrungen können zu Entwicklungsschritten werden, wenn das Vertrauen stärker ist als die Angst. Wenn wir den Mut finden, unser Leben bewusst zu gestalten, bleiben wir mit dem Leben verbunden und entdecken unseren Platz im Ganzen, auch wenn er noch so klein erscheinen mag.
In der Osternacht wird die Osterkerze am Feuer entzündet. Mit diesem Licht betreten wir die dunkle Kirche – als Zeichen von Hoffnung, Zuversicht und neuem Anfang.
Dieses Motiv findet sich auch auf den Heimosterkerzen. An zwei Vormittagen haben wir sie gemeinsam gestaltet. Zur Einstimmung las Christine Vogt jeweils einen Text vor, der das Glaubensverständnis widerspiegelt, das aus den Bildern und Gedanken zum Motiv entstanden ist.

Der Text lautet:
Wir besinnen uns auf den Ursprung des Lebens, an die Kraft, die uns auf Erden trägt, und an die Geborgenheit, aus der wir kommen.
Wir vertrauen dem Weg durch das Leben – mit Freuden und mit steinigen Lebensmomenten, mit Hoffnung und mit Fragen, mit Zuversicht und mit Unsicherheit, weil das ewige Du diesen Weg mit uns gegangen ist – in Jesus Christus.
Wir glauben an die Kraft der Liebe, die stärker ist als Angst, die uns verbindet und Frieden wachsen lässt.
Wir glauben an das Licht in uns, über uns und durch uns, das dem Leben Sinn und Kraft schenkt.
Wir vertrauen dem Werden, dem Wandel und dem Vergehen – und gehen unseren Weg in Zuversicht und Hoffnung, getragen von der Liebe.
Patrick Blickenstorfer