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 «Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.»

(Phil 3,14)

Ein Brief aus dem Gefängnis. Was würde man da erwarten? Klage oder Verzweiflung? Der Apostel Paulus jedenfalls schreibt von Freude und Dankbarkeit. Er legt seine Glaubensgewissheit dar und verknüpft sie mit seinem eigenen Leben. Er blickt zurück auf das was hinter ihm liegt, und blickt voraus auf das was noch vor ihm ist. 

Ganz prägnant formuliert Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi seine Grundüberzeugung, dass das Heil bei Gott nicht verdient, sondern nur von Gott selbst empfangen werden kann.

Mit seiner Vergangenheit, in der er sich auf seine eigenen Taten verliess, hat er abgeschlossen. Sein neues Leben begann, als er von Saulus zu Paulus wurde. Sein neuer Glaube ist ein Glaube, der noch unterwegs ist – zu dem, was vor ihm liegt. Das Heil liegt in der Zukunft, ist im Glauben aber ganz präsent.

Nach diesem Heil sehnt sich Paulus. Seine Situation im Gefängnis mag die Sehnsucht noch verstärken. Er sehnt sich nach der Auferstehung. Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu geben ihm die Hoffnung dazu.

Unterwegs nach Ostern betrachten wir unsere Situation und schauen auf Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu. In der Fastenzeit sind wir aufgefordert, unser Handeln und Denken wahrzunehmen und zu überdenken. Was können wir hinter uns lassen? Wir hoffen auf das Heil, das von Gott kommt, und gehen weiter auf dem Weg, der vor uns liegt, zur Auferstehung.

Pfrn. Antje Kirchhofer

 

 
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