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«Jesus sagte zu den Jüngern: Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben. Wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.»

(Joh 20,23)

Nach Johannes erscheint Jesus den noch verunsicherten Jüngern am Abend des Auferstehungstages. Zweimal wünscht er ihnen Frieden, dann haucht er sie an, vermittelt ihnen den Heiligen Geist und sendet sie aus, um Vergebung zuzusprechen – oder zu verweigern. 

Jesus war tot, dann haben die Frauen von einer Auferstehung berichtet, und jetzt ist er da. Hätten wir nicht wissen wollen, wie das ist im Tod? Aber nein, die Jünger sind allenfalls «erfreut». Umgehend gehts zur Zukunftsgestaltung. Eine Urfirmung findet statt, die Vollmacht gibt Sünden zu vergeben – oder auch nicht zu vergeben. Und warum sollten Sünden behalten werden? Und was ist dann?

Matthäus redet von der Sünde gegen den Heiligen Geist, die nicht vergeben wird. Er meint damit wohl die Verweigerung des eigenen Lebens. «Eigentlich wüsste ich, was mir guttäte, ich wüsste, wie ich meine Beziehung zu andern erfüllt gestalten könnte. Aber ich will nicht, ich kann nicht, ich habe Angst davor. Ich will gar nicht wissen, was ich wie ändern könnte, von wem ich mir helfen lassen könnte. Wie es ist, das kenne ich, auch wenn es schlecht ist.» Ist das Dummheit? Und ist Dummheit Sünde? So gesehen wohl schon.

Der Weisse Sonntag ist ein Gegensatz dazu. Im Sakrament bietet Jesus Versöhnung an. Denjenigen, die sich dafür öffnen. Ansatzweise. Mit Hilfe vielleicht. Immer gehts wohl nicht, aber vielleicht heute, oder morgen.

Pfr. em. Niklaus Reinhart

 

 
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