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«Sucht, was droben ist.»

(Kol 1,3)

Seit den 1980er-Jahren setzen sich die Kirchen nicht nur für Gerechtigkeit und Frieden, sondern auch vermehrt für die Bewahrung der Schöpfung ein. 1989 durfte ich an der 1. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Basel teilnehmen. Seither überlege ich mir, ob wir Menschen uns die Schöpfung zu Unrecht «untertan» gemacht haben – und was der christliche Glaube dazu sagt.

Inzwischen habe ich entdeckt, wie voll die Bibel ist von Schöpfungs-Spiritualität. Das Leben Jesu wird in Bildern beschrieben, die dem Lauf der Sonne abgeschaut sind: Geboren im tiefsten Winter, an Weihnachten, wo auch die Sonne am tiefsten steht; auferstanden an Ostern, in der Zeit, wo die Tage länger sind als die Nächte; und nun – nach Christi Himmelfahrt – steht die Sonne zwei Monate lang am allerhöchsten, wahrhaft «aufgefahren in den Himmel».

Was wir tun müssen, ist jetzt nur noch, diese Schöpfungsbilder auf uns selbst zu übertragen. Auch wir fangen klein an und dürfen nie die Hoffnung aufgeben. Wir kämpfen uns im Leben nach vorne und hoffen, wie Christus dereinst in den Himmel zu gelangen, «per aspera ad astra», wie man im alten Rom sagte: durch Mühsal gelangt man zu den Sternen.

Auch die Bewahrung der Schöpfung ist mühsam. Erneuerbare Energien sind in aller Munde. Aber nicht nur was «droben ist», die Sonnenenergie, ist umweltfreundlich. Auch die Erdwärmenutzung ist vielversprechend. So wird die neue Heizung im Helliker Pfarrhaus wohl eine Wärmepumpe sein.

Pfr. Dr. Klaus Heinrich Neuhoff

 

 
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