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«Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.»

(Mk 9,35)

Nein. Man kann den G20-Gipfel in Hamburg nicht einfach so mit der Aussprache zwischen den zwölf Aposteln und Jesus in Kafarnaum vergleichen. Trotzdem richtet sich Jesu Mahnung zu aller Zeit an alle, die sich unter den Menschen hervortun und Erste sein wollen.

Nicht, dass es keine Erstplatzierten bräuchte. Erster zu sein, ist aber für die Apostel mit einer besonderen Verantwortung verbunden. Sie sollen nicht Erstesein wollen, damit sie den Ehrenplatz bekommen, sondern damit das Himmelreich Gottes gebaut werde. Darum müssen sie sich kurzerhand auf den letzten Platz zurücksetzen und sich in den Dienst aller stellen.

Der Wohlstand der ganzen Welt steht auf der Agenda des «global topmanagements» der G20. Die Globalisierungsbefürworter weisen nach, wo dieses Ziel erreicht wurde, die Kritiker halten den Finger in die noch offenen Wunden. Eine über alle Zweifel erhabene, richtende und von allen Seiten akzeptierte Instanz wie Jesus Christus beim Rangstreit der Jünger fehlt.

Wer trotzdem glaubt, dass Jesus Christus letzten Endes der Welt Retter und Richter ist, nehme sich diese seine Worte deshalb zu Herzen. Das gilt besonders für die Führungskräfte in Spitzenpositionen aller gesellschaftlichen Bereiche, aber auch für alle anderen, besonders diejenigen, die ihnen diesen Rang ablaufen wollen. Jesu Christi Wort ist nämlich klar: Wer führen will, muss sich selber ganz zurücknehmen und allen anderen den Vorrang lassen.

Pfr. Lenz Kirchhofer

 

 
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