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«Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?» 

(Joh. 11,25f.)

 

Da ist sie, die Gretchenfrage. Glaubst du das? Jesus stellt sie der Martha, die um ihren kürzlich verstorbenen Bruder trauert. Martha bejaht die Frage und gleichzeitig auch ihren Glauben trotz dem Tod ihres Bruders.

Worauf kommt es an beim Glauben? Die Liste der Dinge, die wir zum Beispiel im Glaubensbekenntnis nennen, ist recht lang. Unter anderem wird die Auferstehung der Toten genannt. Gewisse Aussagen des Credos kommen uns vielleicht plausibler vor als andere. Manchen fällt es vielleicht sogar schwer, einige Passagen mitzusprechen. Kommt es darauf an, mit persönlicher Überzeung hinter all dem zu stehen? Muss man das alles für wahr halten? Im Credo bekennen wir den Glauben der Kirche, zu der wir gehören. Da haben persönliche Anfragen und Zweifel durchaus ihren Raum.

Der Glaube, nach dem Jesus die Martha fragt, meint etwas noch Persönlicheres. Seine Frage könnte man auch so formulieren: Verlässt du dich darauf? Vertraust du darauf? Oder ausformuliert: Vertraust du auf Gott – auch angesichts des Todes? Vertraust du auf Gott, denn du hast dein Leben schlussendlich nicht selbst in der Hand?

Darauf kommt es an und Martha sagt ja.

Pfarrerin Antje Kirchhofer

 

 
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