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«Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.»

Matthäus 7,7

 

Jesus spricht hier davon, dass alle Gebete erhört werden. Das Bittgebet spielt in seinem persönlichen Beten und wenn er über das Gebet spricht eine grosse Rolle. Jesus selbst hat seine Bitten an den himmlischen Vater gerichtet und uns aufgetragen, es genauso zu tun. Was passiert, wenn wir uns darauf verlassen, dass Gott unsere Bitten erhört? Was, wenn die Zusage Jesu und unsere tatsächlichen Erfahrungen zusammentreffen? Müssen wir enttäuscht sein, wenn es nicht funktioniert? Oder haben wir vielleicht nicht ausreichend genug oder nicht gut genug oder um das Falsche gebetet? Oder gilt die Zusage erst in einer fernen Zukunft? Nein, Matthäus macht das ganz klar: Alle Gebet werden erhört. Jesus ist sich dessen gewiss und für uns liegt darin eine grosse Hoffnung. Gott hört unsere Bitten und was uns bewegt ist ihm wichtig. Die Zusage Jesu und unser Vertrauen in sie sind Teil der Königsherrschaft Gottes, die schon begonnen hat, aber noch nicht vollendet ist. Deshalb bitten wir auch mit Jesu Worten: Dein Reich komme. Wenn wir beten und darauf vertrauen, dass Gott uns hört, verstehen wir Gott als König und uns als Teil seines Reiches. Was passiert also, wenn wir uns darauf verlassen, dass Gott unsere Bitten erhört? Nicht alles, worum wir bitten, wird so erfüllt. Das muss uns nicht enttäuschen, denn diese Erfahrung kennen wir längst. Schauen wir deshalb auf die Zusage: Gott ist uns schon heute nahe.

Pfrn. Antje Kirchhofer

 
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