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«Er wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht.»

(Jes 2,4)

 

 

Was uns hier vor Augen gemalt wird, lässt wohl kaum jemanden unberührt: Die grosse Sehnsucht nach einer Zeit endlich des Friedens, wohin das Auge auch blickt. Dabei müssen wir auf unserer Suche nach Glück und Frieden aber immer wieder die gegenteilige Erfahrung machen: Nämlich, wie schnell man sich über Kleinigkeiten entzweit und wie schwierig es doch ist, gemeinsam eine Wegstrecke zu gehen.

Und doch: Wir müssen nicht verzweifeln und dürfen zuversichtlich hoffen. Dies spricht uns obige Verheissung aus dem Buch des Propheten Jesaja zu. Sie ermutigt uns auch in der heutigen konfliktreichen Zeit damit zu rechnen, dass dereinst durch Gottes Eingreifen eine Zeit des Heils und des Friedens anbrechen wird, und zwar mitten unter uns. Ja, sie nennt sogar die Voraussetzung, die dafür erfüllt sein muss, dass solch universaler Friede einkehrt: Dass die Völker, aufgrund ihrer Lebens- und Gottes-Erfahrungen, Gott als den Höchsten anerkennen und ihr Leben an seinen Weisungen ausrichten. Wer so sein Leben ganz an Gott orientiert, braucht keine Waffengewalt mehr, um Streitigkeiten zu lösen, sondern kann dies ganz im Vertrauen auf Gott und sein Wort tun.

Friede entpuppt sich so als wahres Geschenk Gottes. Und wir werden ermuntert, mit Bitten und Flehen eben diesen Frieden von Gott für uns und alle Nationen zu erbitten.

Prn. Sarah Böhm-Aebersold

 
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