Mehr Pfarrstellen ab 2026
Jahresversammlung des Landeskirchenrates des Kantons Bern
Am Samstag, 22. Februar, kamen die Delegierten und Geistlichen der vier bernischen Kirchgemeinden zu Gottesdienst, Jahresversammlung und Mittagessen in Bern zusammen. Zu Diskussionen führte die Pfarrstellenzuordnung für die Jahre 2026 – 2031. Da mehr Mittel zur Verfügung stehen werden, wird im Kanton Bern von 2,7 auf 3 Pfarrstellen aufgestockt.
Nach einer feierlichen Eucharistiefeier in der Kirche St. Peter und Paul mit Pfarrer Thomas Zellmeyer und Diakon Ilya Kaplan, nahmen die einundzwanzig Anwesenden an einem kreativen Atelier der Leiterin der Plattform Jugend des Bistums, Lea Palmer, teil, das unter dem Titel „Als ich in deinem Alter war…“ zu einer Rückbesinnung auf die Bedürfnisse junger Menschen führte. Dabei zeigte sich, dass die kirchliche Jugendarbeit mit ihren Lagern, insbesondere im Jugendhaus auf der Mörlialp, verschiedene Teilnehmende geprägt und sie zum Engagement in der Kirche motiviert hat. Anschliessend überbrachten Esther Richard, Präsidentin des Kirchgemeindeverbandes, und David Leutwyler, Beauftragter für kirchliche und religiöse Angelegenheiten, je ein Grusswort.
Alle Anträge genehmigt
Während der ordentlichen Jahresversammlung standen die üblichen Traktanden zur Diskussion. Nach der Genehmigung des Protokolls von 2024 und des Jahresberichts des Präsidenten für das Jahr 2024 nahm die Versammlung von der Rechnung 2024 Kenntnis, welche mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 11‘970 abschloss. Das Budget für das Jahr 2025 sieht jedoch ein Defizit von Fr. 73‘010 vor, dies bei einem gleichbleibenden Gemeindebeitrag von Fr. 140 pro beanspruchtes Stellenprozent. Im laufenden Jahr stehen 2,7 Pfarrstellen zur Verfügung, welche über einen Staatsbeitrag finanziert werden. Dazu finanziert die Landeskirche bis September ein Lernvikariat.
Neue Pfarrstellenzuordnung
Im Jahr 2020 sind die bernischen Pfarrstellen vom Kanton an die Landeskirchen übergeben worden. Die Übergangsperiode, welche den Pfarrpersonen und den Kirchgemeinden den Besitzstand garantierte, kommt 2025 zu einem Ende. Aufgrund der Verfassung der Landeskirche vom 10. November 2018, in Kraft seit 2020, hatte nun nach vorheriger Anhörung des Bischofs durch den Landeskirchenrat zu erfolgen. Da Aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Leistungen der vier Kirchgemeinden gemäss Bericht an den Regierungsrat für die Jahre 2020-2021 der Staatsbeitrag ab 2026 höher ausfallen wird, kann der Stellenetat ausgebaut werden. Neu geht eine 20% Stelle an die Landeskirche und die Kirchgemeinde Bern erhält für die Gottesdienststation Burgdorf wiederum 20%. Die Versammlung wurde mit Wort und Segen durch Bischof Frank Bangerter abgeschlossen.
Die nächste ordentliche Versammlung findet am Samstag, 7. Februar 2026, in Biel statt.
Gemäss Artikel 25 der Verfassung der Landeskirche vom 10. November 2018 kann gegen die gefassten Beschlüsse innert 30 Tagen nach der Veröffentlichung von 50 stimmberechtigen Mitgliedern der Landeskirche oder von einem Kirchgemeinderat beim Präsidium das Referendum ergriffen werden.
Pfarrer Christoph Schuler, Präsident