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Bernhard Moll ist neuer Vizepräsident

Die Delegierten der vier bernischen Kirchgemeinden wählten an ihrer ordentlichen Versammlung am Samstag, 21. Oktober 2017 in Bern den Thuner Co-Präsidenten Bernhard Moll einstimmig zum Vizepräsidenten für den Rest der Amtsdauer 2016-2019. Der Jurist aus Einigen ersetzt den Theologen aus St-Imier, Pfarrer Nassouh Toutoungi, welcher auf die Versammlung hin seinen Rücktritt eingereicht hatte.

Die Versammlung wurde nach dem von Pfarrerin Anne-Marie Kaufmann gefeierten Gottesdienst in der Krypta der Kirche St. Peter und Paul mit einem Referat von Manuela Petraglio-Bürgi zum Thema „Der Zukunft entgegen“ eröffnet. Die Synodalratspräsidentin wies auf die verschiedenen Feiern zu einem 150 Jahr Jubiläum hin, welche auf die Kirche zukommen. Mit der 150. Session der Nationalsynode 2018 in Basel beginnt der Reigen. 2020 jährt sich das 1. Vatikanische Konzil zum 150igsten Mal, in deren Folge die Christkatholische Kirche der Schweiz entstand. Dazu stehen verschiedene Jubiläen an, so 2026 im Kanton Bern 150 Jahre Landeskirche.

Diese Ereignisse sind als Chance zu sehen, unsere Kirche in die Zukunft zu führen, eine Aufgabe, welche wir mit Optimismus und Toleranz angehen sollen. Aus der Diskussion ging hervor, dass sich die Delegierten für das Bistum eine Zukunftswerkstatt wünschen. Sie soll eine ehrliche und gründliche Analyse der aktuellen Situation vornehmen und daraus Schlüsse ziehen, welche anschliessend umgesetzt werden.

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Die Versammlung nahm Kenntnis vom Jahresbericht des Präsidenten, welche die Vernetzung der Landeskirchen mit kirchlichen und staatlichen Partnern aufzeigt. Sie nahm ebenfalls die Berichte der Delegierten in Vereinigungen und Arbeitsgruppen entgegen, in denen wir vertreten sind sowie der vier Kirchgemeinden und dem Institut für christkatholische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Bern. Sie genehmigte die Jahresrechnung mit einem Überschuss von Fr. 839 und das Budget mit einem Defizit von Fr. 915. Sie liess sich informieren über die Entwicklung des Verhältnisses von Kirche und Staat. Der Grosse Rat des Kantons Bern hat am 6. September 2017 das neue Landeskirchengesetz mit 131 Ja, 2 Nein und einer Enthaltung gutgeheissen, was ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft darstellt. Sollte auch nach der zweiten Lesung im März 2018 das Gesetz angenommen werden, tritt es per 1. Januar 2020 in Kraft. Danach werden die Geistlichen vom Kanton zu den Landeskirchen transferiert, was eine Anpassung der kirchlichen Gesetzgebung nötig macht. Der Kommissionsausschuss wird sich ab Januar 2018 wie geplant damit befassen. Die Versammlung vernahm auch ein ermutigendes Grusswort von Hansruedi Spichiger, Präsident des Kirchgemeindeverbandes des Kantons Bern.

Nächstes Jahr in Thun

In einem Jahr findet die Jahresversammlung einen Monat später als üblich am Samstag, 17. November 2018 in Thun statt. Bischof Harald Rein wird daran teilnehmen, denn die Versammlung wird sich hauptsächlich mit der Revision der kantonalen Kirchenverfassung befassen, welche durch das neue Landeskirchengesetz nötig wird.

Gemäss Art. 21 der kantonalen Kirchenverfassung von 2007 kann gegen die Beschlüsse der Kommission vom Kirchgemeinderat einer Kirchgemeinde oder von 50 stimmberechtigten Mitgliedern der Landeskirche innert 30 Tagen nach Veröffentlichung beim Kommissionsausschuss das Referendum eingereicht werden.

Pfarrer Christoph Schuler

Präsident

 
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