Ausflug zur Ölmühle im Griesbachhof
Am Mittwoch, 4. September trafen sich 15 Personen beim Inseli in Luzern. Einige Interessierte mussten sich entschuldigen. Der Chauffeur von Zempreisen fuhr uns in einem kleinen Bus auf direktem Weg Richtung Schaffhausen. Kurz vor dem eigentlichen Ziel erreichten wir einen falschen, etwas abgelegenen Hof, was weiter nicht schlimm war, da dieser auch zur Familie gehört. Im Griesbachhof wurden wir sehr herzlich von der Familie Brütsch empfangen. Wir durften uns sogleich an den schön gedeckten Sitz setzen. Zuerst gab es diverse Kürbiskerne zum Knabbern und Kürbisöle zum Probieren. Anschliessend genossen wir einen bunten Salat sowie Rindfleischwurst mit Kartoffelsalat, alles angereichert mit Kürbiskernen.
Im Anschluss erklärte uns Herr Brütsch auf unterhaltsame Art von der Entstehung dieser Ölmühle. Die Geschichte begann vor über 20 Jahren, als eine Alternative zur Rinderhaltung gesucht wurde. Der Weg war nicht geradlinig, immer wieder erlebte die Familie Rückschläge. Sie gab nie auf, kreierte neue Maschinen für die Ernte und die Pressung, baute einen grosszügigen Holzbau und vermarktet ihre Produkte. Von der Saat bis zum fertigen Produkt sind es viele Schritte, zuerst auf dem Feld und anschliessend in der Ölmühle. Bei unserem Besuch war diese nicht in Betrieb. Wir erhielten aber einen schönen Eindruck beim Anblick der diversen Maschinen mit den entsprechenden Erläuterungen. Für 1 kg Öl braucht es 2,5 kg Kerne, das entspricht etwa 35 Kürbissen.Frau Brütsch erzählte noch etwas zu den gesundheitlichen Vorteilen der Kürbiskerne und wie vielfältig sie in der Küche eingesetzt werden können. Sogar der Presskuchen kann in einer Backmischung weiterverwendet werden Mit dem Preisgeld des Agropreises 2018 hat sie ein Kochbuch geschrieben.
Zum Abschluss genossen wir noch die Ölmühlicoupe. Im Hofladen standen die diversen Produkte zum Verkauf bereit. Wir haben es reichlich genutzt, uns mit diesen Köstlichkeiten, Kernen und Öl, einzudecken. Über deutsches Gebiet und Eglisau fuhren wir Richtung Luzern und blickten auf einen interessanten Tag zurück.


