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Improvisieren

Christkatholisch Luzern Philippinen Improvisieren

Die Menschen auf den Philippinen, wo ich in meinem Studienurlaub war, sind Meister des Improvisierens. Sie feiern zum Beispiel ihre Gottesdienste nicht nur in fest gebauten Kirchen, sondern auch in Wellblechkapellen oder auf dem Vorplatz eines Wohnhauses. 

Von Pfr. Adrian Suter

Sie können auch mit kurzfristigen Planänderungen gut umgehen. Eine davon hatte zur Folge, dass ich unverhofft ein längeres Gespräch mit ihrem obersten Bischof führen konnte, Obispo Maximo Joel O. Porlares, weil er zu einem Anlass früher angereist war als nötig.

Auch in Luzern war während meiner Abwesenheit manchmal Improvisationstalent nötig. Doch Evi Redonda auf dem Sekretariat, meine stellvertretenden Geistlichen Ioan L. Jebelean, Niklas Raggenbass und Ulrike Henkenmeier, die Mitglieder des Kirchenrates und einige weitere haben mitgeholfen, dass das Gemeindeleben reibungslos weiterlief.

Während ich diese Zeilen schreibe, sind wir wieder am Improvisieren. Einerseits, weil ich mich in einem provisorischen Büro befinde, das wir im Kirchgemeindesaal eingerichtet haben. Pfarrbüro und Sekretariat werden saniert, wir bekommen neue Büromöbel. Andererseits müssen wir improvisieren, weil das Sekretariat im Moment krankheitshalber nicht besetzt ist. Falls Sie wissen, wie sehr ich mich in adminis­trativen Belangen auf Evi Redonda verlassen kann, dann können Sie sich ungefähr vorstellen, was das bedeutet! Drum ist das Öbrigens auf acht Seiten verkürzt und die Agenda geht nur bis Ende Juni. Danke an Kirchenrat Ruedi Rey, der für das Layout eingesprungen ist, an die anderen Kirchenräte und wei­tere Freiwillige, die spontan Aufgaben übernehmen.

Ist Improvisieren schlimm? Wenn wir Pläne schmieden, hoffen wir natürlich immer, dass wir diese auch umsetzen können und nicht improvisieren müssen. Allerdings bewahrt uns das Improvisieren auch davor, ewig im gleichen Trott zu verharren. Manchmal entstehen daraus gute Ideen und neue Impulse. Oder einfach nur eine unverhoffte, aber bereichernde ­Begegnung.