Rückblick auf einegeglückte Renovation
Winkelriedstrasse 15 ist saniert
Fünf Jahre ist es her, seit die Kirchgemeindeversammlung einer Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Liegenschaft Winkelriedstrasse 15 zugestimmt hat – jetzt ist das Haus fertig. Die Baukommission berichtet.
Das Haus ist fertig umgebaut – alle Wohnungen und die beiden Ateliers im Erdgeschoss sind seit Mitte März 2025 wieder belegt. Eine Ausschreibung für die Vermietung war nicht notwendig, da einerseits viele Passanten wahrgenommen haben, dass etwas Neues entsteht und andererseits ein Plakat am Baugerüst Interessenten quasi im Vorbeifahren oder -spazieren geworben hat. Die festgelegten Mietzinse sind für Luzern sehr moderat. Vier bisherige Mieter sind wieder zurückgekommen.
Die wichtigsten Neuerungen:
Die Sanierung/Erneuerung findet grossen Anklang:
- Anstelle der innenliegenden Loggien mit kleiner Grundfläche im Bestand sind neu grosszügige private Aussenräume entstanden. Die Balkone mit den Aussenvorhängen zur Hofseite werden geschätzt.
- Verbunden mit dem Balkon durch eine raumhohe Fensterfront mit Doppelflügel-Türen liegen die neuen und hellen Küchen. Der originelle Plattenbelag und die Designer-Retro-Kühlschränke bringen Farbe und Heiterkeit in die Küchen und finden guten Anklang.
- Die Dusche/WC-Räume sind zweckmässig und funktional eingerichtet. Eine Oblichtfront mit Mattverglasung zur Küche sorgt für Tageslicht.
- Die beiden umgebauten Dachwohnungen sind modern, loftmässig konzipiert. Besonders die neuen Lukarnen, die originelle Wendeltreppe zur Galerie und die Sichtbarkeit der alten Balken sind Blickfänge. Diese beiden Wohnungen sind ausgestattet mit Waschmaschine und Tumbler im grosszügigen Bad.
Generell ist zu erwähnen, dass die Kombination von Bestehendem und Neuem – alte Parkettböden einerseits, neue Plattenböden, Wandkasten, Wohnungstüren etc. andererseits – und im Speziellen das Farbkonzept sehr gut gelungen ist.

Ein Bijou
Ein Bijou ganz eigener Art ist das Treppenhaus: Farbwahl und Ausführung erinnern an die Zeit der Erstellung des Gebäudes von 1892. Farblich angepasst, in Bronze gehalten, ist der im Jahre 2009 neu eigebaute Lift. Tipp: Bei Gelegenheit lohnt es sich, dieses Bijou eines Treppenhauses mit den zum Teil rekonstruierten Wohnungstüren und nachmaserierten Holzimitationen zu besichtigen.
Stand Ende Juni 2025 fehlt es noch an der Jahrgangsbeschriftung oberhalb des Haupteinganges, einzelnen Auffrischungen am Naturstein-Gebäudesockel und Garantiearbeiten.
Auch technisch für die Zukunft gerüstet
Mit der Fotovoltaik Anlage auf dem Dach produzieren wir eigenen Strom. Der bisherige Gasheizkessel ist weiter in Betrieb und wird in einigen Jahren ersetzt durch den Anschluss an das vom EWL realisierte Seewasser-Fernwärmenetz.
Die definitiven Kosten liegen noch nicht vor, da einzelne Rechnungen ausstehend sind. Mit dem bewilligten Nachtragskredit bleiben wir im Rahmen des Budgets. Mehraufwand entstand durch Optimierung der Wohnungsgrundrisse, Teuerung der Baumaterialien, Erhöhung der Mehrwertsteuer und der längeren Umbauzeit. Dazu kam die von der Stadt geforderte Erneuerung der ganzen Kanalisation im Innenhof für die Anlieger. An diesen Kosten müssen sich alle Anlieger nach einem festgelegten Perimeter beteiligen.
Fazit
Es hat sich gelohnt, das Haus als Ganzes einer umfassenden Modernisierung zu unterziehen. Das Legat bietet zeitgemässen Wohnraum mit umfassend in Stand gesetzter Haustechnik. Die Planung mit dem Architektenteam ist kreativ, konstruktiv und mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt abgelaufen. Die Sanierung mit den beauftragten Unternehmen und Handwerkern ist ohne grosse Zwischenfälle geglückt. Einige erwähnten, dass ihnen das Mitwirken an diesem Projekt nicht nur viel Arbeit, sondern auch viel Freude bereitet hat!
Herzlichen Dank
Der Dank der Baukommission geht nicht nur an alle, die bei der Sanierung mitgewirkt haben, sondern auch an die Kirchgemeinde und die Gemeindeglieder, die an den Kirchgemeindeversammlungen das Projekt diskutiert, alle Kredite bewilligt und der Baukommission das Vertrauen für diese anspruchsvolle Aufgabe entgegengebracht haben.
Die Baukommission: Esther Albert, Marcel Huber, Olaf Slowak, René Tschupp


