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Zukunft säen

10 Partner Sein Unterstützt Den Kindergarten In Catagdaan

Die ökumenische Kampagne der drei Hilfswerke Fastenaktion, HEKS und Partner sein stellt dieses Jahr das Säen für die Zukunft ins Zentrum: Ganz real als Saatgut — und im übertragenen Sinn, indem wir heute Hilfe geben, die langfristig wirksam ist und Frucht bringt.

Autor: Pfarrer Adrian Suter

Adrian HP

Die Kirchgemeinde Luzern sammelt dieses Jahr speziell für die Projekte auf den Philippinen — naheliegenderweise: ich bin ja selbst in meinem Studienurlaub bei unserer Schwesterkirche, der Philippinischen Unabhängigen Kirche zu Besuch. Dabei werde ich auch mit den lokalen Projektpartnern in Kontakt kommen, auf die das Hilfswerk Partner sein, der Name verrät es, besonderen Wert legt.


Frauen in der Kirche fördern
Wie bei uns, so werden auch in der Philippinischen Unabhängigen Kirche Frauen geweiht. Seit 2019 hat eines ihrer 54 Bistümer eine Bischöfin. Auch bei den Priesterinnen und in den theologischen Seminaren gibt es Frauen, aber auch dort sind sie klar in der Minderheit. Umso wichtiger ist es, sie in ihrer theologischen Ausbildung zu fördern. Partner sein tut dies, indem es die Seminaristinnen im Aglipay Central Theological Seminary in Urdaneta unterstützt.
Ich war 2023 in diesem Seminar zu Besuch und verbringe auch bei meinem jetzigen Studienurlaub zweieinhalb Wochen dort. Ich bin damals auch zwei Dozentinnen des Seminars begegnet, die inzwischen auf ihrem theologischen Weg weiter fortgeschritten sind: Laarni Salaguinto hat sich an der altkatholischen Summer School in Utrecht in Altkatholizismus und Ökumene weitergebildet. Mariefe Revollido hat im Dezember 2025 ihr Doktoratsexamen abgelegt. Die Förderung junger Theologinnen durch Partner sein ist wichtig für die langfristige Entwicklung der Kirche. So kann sie ihr theologisches Profil, das unserem so ähnlich ist, schärfen.

Kindergärten als Investition in die Zukunft
Weitaus grösser ist die Unterstützung von Partner sein für sechs Kindergärten der Philippinischen Unabhängigen Kirche auf der Insel Bohol. Bei meinem letzten Besuch hat man mir eine seltsame Eigenheit des philippinischen Bildungssystems erklärt: Der Schulbesuch ist kostenlos — aber Voraussetzung für den Schulbesuch ist, dass die Kinder zuvor den Kindergarten besucht haben, und dieser ist nicht kostenlos. Wenn Partner sein die Betriebskosten der Kindergärten trägt, ist das eine Starthilfe, die den Kindern ermöglicht, überhaupt in die Welt der Bildung einzusteigen.
Das ist nicht selbstverständlich. Auf den Philippinen geschieht es oft, dass man von bettelnden Kindern angesprochen wird. Mir hat man eingeschärft, hart zu bleiben und ihnen nichts zu geben. Wenn ihr Betteln nämlich Erfolg hat, animiert sie das dazu, die Schule sausen zu lassen und sich ganz auf das Betteln zu konzentrieren, weil es lukrativer scheint.

Landwirtschaft
Land, Saatgut und Arbeitskraft reichen nicht, es braucht auch landwirtschaftliche Geräte, um Nahrungsmittel effizient anzubauen. Genau dafür sind zwei weitere Projekte auf Bohol gedacht, mit denen Landwirte in zwei Kirchgemeinden unterstützt werden.

Wie wir helfen
Die Kirchgemeinde Luzern sammelt auf mehreren Kanälen für die Partner-sein-Projekte: Erstens mit dem Einzahlungsschein, der diesem «Öbrigens» beiliegt und den wir Ihnen wärmstens empfehlen. Zweitens mit den Kollekten in den Sonntagsgottesdiensten. Drittens mit dem Suppentag vom Sonntag, 15. März: Wir essen eine einfaches Suppenzmittag und spenden dafür, so die Idee, wie wenn es ein Essen in einem gehobenen Restaurant wäre.
Den Gottesdienst am Suppentag hält Niklas Raggenbass. Ich werde ihm assistieren und anschliessend bei der Suppe einige Reiseeindrücke von den Philippinen schildern. So können sie sich noch einmal vergewissern, dass eine Spende gut investiertes Geld ist.