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SchöpfungsZeit 2017

Mit dem Slogan «Himmelsduft und Höllengestank» ist der Geruchssinn im Fokus der SchöpfungsZeit 2017. Die Bibel und die Kirchengeschichte sind voll von Düften und Gerüchen. Bis heute riechen Kirchen je nach Konfession anders – für unsere Beheimatung spielt dieser «Stallgeruch» eine wichtige Rolle.

Von Gerüchen und Düften ist in der Bibel oft die Rede. Sie spielen in den Beziehungen zu anderen Menschen, zur Welt und zu Gott eine wichtige Rolle. Beispielsweise riecht Gott das von Noah dargebrachte Opfer gerne, auch wenn ihm die Bosheit des menschlichen Herzens stinkt. Gerüche werden Gott unangenehm, wenn liturgischer Wohlgeruch und praktisches Handeln nicht übereinstimmen (Jes 1,11–17; Jer 6,20; Am 5,22–24). So etwas stinkt zum Himmel. Stimmen aber Glauben und Handeln überein, sagt Paulus, werden wir zu «Christi Wohlgeruch, zum Geruch des Lebens, der das Leben bringt» (2 Kor 2,15f).

Die Geruchswahrnehmung ist für viele Lebewesen überlebenswichtig. Sie warnt vor Feinden und vor Vergiftungen. Dank dem Geruchssinn kann Essbares von nicht Essbarem unterschieden werden.

Viele für Mensch und Umwelt problematische Stoffe riechen aber kaum. Andere riechen stark, sind in geringen Konzentrationen aber meist unbedenklich. Als Indikatorin für Luftverschmutzung ist unsere Nase also nur bedingt geeignet. Für unsere Beheimatung in Jahreszeiten, kirchlichen und anderen Räumen sowie unter Menschen sind Düfte und Gerüche aber entscheidend – meist ist uns dies aber zu wenig bewusst.

Die SchöpfungsZeit bietet die Gelegenheit, den urtümlichen und geheimnisvollen Geruchssinn neu zu entdecken und zu üben – in der freien Natur und in sinnlichen Gottesdiensten. Die Aktion ist Teil einer Reihe zu den fünf Sinnen, die von 2016 bis 2020 läuft.

Kurt Zaugg-Ott

 
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