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Die Kirchgemeinde Basel-Stadt, die Plattform Jugend und die Christkatholische Jugend der Schweiz veranstalteten anfangs Oktober eine Reise für Jugendliche. Die Reisegruppe liess sich – trotz Begegnung mit einem sprengfreudigen Sheriff – von der berühmten Italianità bezaubern. Ein Reisebericht.

 

Die diesjährige Städtereise der Plattform Jugend verschlug es nach Mailand. Wir durften vier Tage volles Programm erleben und kamen um viele Eindrücke reicher wieder zurück.

Donnerstag

Die Oktoberwoche versprach herbstlich zu werden. Nicht aber für unsere Gruppe, die es am 5. Oktober ins spätsommerliche Mailand verschlug: Die nächsten vier Tage verbrachten wir bei warmen Temperaturen in einer der wohl schönsten Städte Italiens. Aber zum Anfang. Kurz vor 11 Uhr trifft sich die Gruppe – vollständig, bis auf zwei Leute, die später dazustossen werden – am Zürcher Hauptbahnhof. Im Zug findet ein erstes Beschnuppern statt und die Gruppe findet schnell einen gemeinsamen Nenner. Das Versprechen wurde abgelegt, dass Bastian, unser Schokoladenjunkie, allen eine heisse Tasse Schokolade spendiert – wir werden ihn später gerne daran erinnern…

Vier Stunden Zugfahrt später treffen wir in Milano Centrale ein. Nach kurzer U-Bahn-Fahrt, der spontanen Ernennung eines Kartenlesers und einigem Herumirren finden wir das Ostello Bello, das schöne Hostel, wo wir unsere Zimmer beziehen.

Nach einer kurzen Pause führt unser Kartenleser uns noch zum Dom von Mailand, der tatsächlich nur fünf Minuten von unserem Hostel entfernt liegt. Erstmals müssen wir noch auf Tickets warten; die Wartezeit überbrückt sich durch die Performance eines Strassenmusikers und herumschwirrende Strassenhändler. Schliesslich betreten wir doch noch die Terrasse dieses eindrücklichen Gebäudes und geniessen bei Abendrot die grossartige Aussicht über die Stadt.

Nach kurzem Abstecher in den Luxuspalast Galleria Vittorio Emanuele II ziehen wir uns zurück zu unserem Hostel und verpflegen uns am Buffet. Der Abend klingt bei einer intensiven Runde «Bohnanza» aus. Kurz nach 23 Uhr treffen auch Aischa und Michael ein, was die Gruppe zu guter Letzt vervollständigt.

Freitag

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Hostel zieht die Gruppe los. Auf dem Plan stehen die Kirchen San Lorenzo, welche wir leider nur von aussen sehen, Sant' Eustorgio, die wir auch betreten und Sant' Ambrogio. Dank den Inputs von Michael wurden wir während den Besichtigungen ums eine oder andere Kilo schlauer: So lernten wir einiges über den achteckigen Kirchturm und den süssen Ambrosius sowie den raffiniertesten Diebstahl des Mittelalters.

Auf anonymen Hinweis hin finden wir ein Restaurant, wo wir zu unserem Mittagessen kommen. Anschliessend zieht es uns erneut in und auf den Dom, je nach dem, was man noch nicht gesehen hat.

Nach einem spendierten Eis machen wir kurz Pause im Hostel. Das Highlight des Tages und für viele auch des Aufenthaltes in Mailand – nämlich die Ballettaufführung «Onegin» in der Scala – steht an. Wir verlassen das Theater begeistert von der fantastischen Leistung aller Tänzer. Nach anschliessendem Barbesuch endet das Tagesprogramm.

Samstag

Heute steht zuerst das Castello Sforzesco auf dem Programm. Genauer, die unfertige Pietà von Michelangelo, welche dort ausgestellt wurde. Erneut erfahren wir durch Michael mehr über dessen Hintergründe. Wir verlassen die Burg und begeben uns auf einen kurzen Marsch zum Peck Shoppingzenter – ein Luxus-Lebensmittelladen, perfekt geeignet um für die Liebsten zu Hause ein nettes Souvenir einzukaufen. Wir verlassen das Geschäft mit Dolci, Pralinen, Honig, Käse und vielem mehr.

Sie erinnern sich noch an das Versprechen von Bastian am ersten Tag? Wir haben uns daran erinnert! In einem edlen Café gleich an derselben Strasse kommt die ganze Gruppe zu einer deliziösen Tasse Chocolata. Leider verlässt Michael uns danach bereits. Wir bedanken uns für sein Organisieren und Leiten des Aufenthaltes und wünschen ihm eine gute Heimreise.

Nach einem kurzen Kick-Off, wie der restliche Nachmittagsplan aussehen soll, verpflegen wir uns auf dem Weg in einem Restaurant und besuchen die Pinacoteca di Brera, eine Bildergalerie. Anschliessend trennt sich die Gruppe, um individuell auf Shoppingtour zu gehen. Nach kurzen Besuchen von Lush, Apple Store und Flying Tiger finden wir uns wieder im Ostello Bello, wo wir unser Abendessen geniessen.

Es folgt ein kurzer Spaziergang entlang der «Navigli», den Kanälen Mailands, wo wir einen kleinen Einblick in das Nachtleben der Stadt bekommen. Beendet wird der Tag mit ein paar Runden «Bang!», gepaart mit einem blutrünstigen Deputy mit vier Jahren Gefängniserfahrung, einem sprengfreudigen Sheriff und vielen erfolglosen Verbrechern. (Der Reiseberichtschreiberin wurde mitgeteilt, dass sie dies unbedingt in den Bericht schreiben soll. Grüsse an Bastian, danke nochmal für die heisse Schokolade!)

Sonntag

Der letzte Tag bricht an! Als krönenden Abschluss besuchen wir in der Ambrosiuskirche einen italienischen Gottesdienst; in manchen Dingen ein rechter Kulturschock. Somit kommen wir mit einer Erfahrung mehr über die Christliche Kirche zurück.

Auf Wunsch besuchen wir auch den Cimitero Monumentale, wo wir dank Antjes Input den einen oder anderen Denkstoss erhalten. Auch dies ist ein eindrücklicher Ort und schwer vergleichbar mit den Friedhöfen, die man von zu Hause kennt. Eine anschliessende Mittagspizza in einer Pizzeria der Umgebung füllt die Mägen.

Dies ist leider auch der letzte Programmpunkt. Wir sammeln unsere sieben Sachen zusammen und fahren mit der U-Bahn zurück zum Bahnhof, wo wir noch letzte Einkäufe tätigen, ehe wir uns wieder Richtung Schweiz begeben. Wir verabschieden uns – wissend, dass es eine schöne Zeit mit einer tollen Gruppe war – und hoffen, dass dies nicht der letzte gemeinsame Ausflug war, ehe wir uns wieder in alle Himmelsrichtungen verstreuen.

Fiona Boller

 
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