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Das Christkatholische Kinder- und Jugendhilfswerk unterstützt Familien in schwierigen Lebenssituationen bei der Bewältigung ihrer finanziellen Engpässe. Dabei arbeitet das Hilfswerk mit den zuständigen Pfarrämtern zusammen, welche die Hilfsgesuche einreichen.

Das Christkatholische Kinder- und Jugendhilfswerk (KJHW) hat sich über die Jahre zu einem modernen und professionell tätigen Hilfswerk gewandelt. Wenn in den 60er-Jahren Kindern und Jugendlichen vorwiegend mit Kleiderspenden, Bettwäsche oder Ähnlichem geholfen werden konnte, so ist es heute finanzielle Unterstützung, die das Kinder- und Jugendhilfswerk leistet. Verglichen mit anderen Hilfswerken wie der Winterhilfe oder SOS Beobachter ist das KJHW natürlich ein sehr kleines Hilfswerk und steht ausschliesslich christkatholischen Kindern und Jugendlichen offen.

Ein neu erarbeitetes Statut, das an der nächsten Nationalsynode 2018 von den Delegierten angenommen wird, soll zudem die Möglichkeiten des KJHW den heutigen Gegebenheiten anpassen.

Die Kommission des KJHW trifft sich in der Regel zu einer jährlichen Sitzung. An dieser Sitzung werden eingegangene Gesuche vom Präsidium anonym – aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes – der Kommission vorgestellt. Dabei wird die finanzielle Situation der Familie besprochen, insbesondere ob sie weitere finanzielle Unterstützung von anderen Institutionen erhält und was die Familie selber zur Behebung ihrer Notlage unternommen hat. Danach berät die Kommission und entscheidet.

Zahlen und Fakten

Das Kinder- und Jugendhilfswerk hat eine bewegte Zeit hinter sich. Gegründet wurde es 1916 während des Ersten Weltkrieges als Christkatholisches Kinderfürsorgeamt. Es setzte sich für eine gute Erziehung und Ausbildung von Ganz- oder Halbwaisen ein, für Kinder aus «zerrütteten Familien», für Kinder die von Armut betroffen waren und für Kinder die «geistig gebrechlich» waren.

1985 erfolgte eine erste Revision des Statuts und nun liegt die zweite Revision vor. So wandelte sich das Kinderfürsorgeamt zum modernen und professionellen Hilfswerk. Damals stand dem Kinderfürsorgeamt eine Verwaltungskommission vor, heute ist es eine Kommission, die versucht alle Altersgruppen zu vertreten. Das Präsidium führt Franz-Othmar Schaad als Diplomierter in Sozialer Arbeit FH, was für die Kommissionsarbeit sicher von Vorteil ist.

Ihre Spende zählt

Das KJHW braucht vor allem Geld, um seinen Auftrag erfüllen zu können. Die Kommission ist sehr froh, dieses Jahr im Advent auf nationaler Ebene die Kollekte für KJHW sammeln zu dürfen. Ohne Geld können die notleidenden Kinder und Jugendlichen, die es leider auch in der Christkatholischen Kirche gibt, nicht unterstützt werden. Das KJHW dankt Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung und Ihr Wohlwollen für seine Arbeit im Dienste der Kinder und Jugendlichen unserer Kirche! Vergelt’s Gott!

Wer bekommt wie Hilfe?

Das KJHW kann gemäss Statut christkatholische Kinder und Jugendliche unterstützen. Um vom KJHW finanzielle Unterstützung zu erhalten, ist es in jedem Fall nötig, sich an den zuständigen Pfarrer oder die zuständige Pfarrerin zu wenden. Die Kommission darf Gesuche nur via Pfarramt entgegennehmen. Ob die Kommission dann tatsächlich helfen kann oder nicht, hängt vom Gesuch sowie der Vereinbarkeit mit dem Statut des KJHW und der tatsächlichen finanziellen Hilfsbedürftigkeit der Gesuchstellenden ab. Das Kinder- und Jugendhilfswerk finanziert, auf Antrag hin, auch immer wieder Teilnehmenden-Beiträge an Skilager und ChriSoLa.

Franz-Othmar Schaad


So hilft das Christkatholische Kinder- und Jugendhilfswerk konkret

Praxisbeispiel 1

Die alleinerziehende und geschiedene Frau P. (Namen dem KJHW bekannt) hat drei schulpflichtige Kinder und wohnt in einem Dorf nahe der Kantonsgrenze. Sie erhält für ihre Kinder Alimente von der Gemeinde bevorschusst. Eine Teilzeit-Anstellung bei einem Grossverteiler während jeweils drei Stunden am Morgen und drei am Nachmittag, hilft ihr die Familie, neben den Alimenten, knapp über die Runde zu bringen. Tochter S. wird leider in der Schule gemobbt. Alle Gespräche mit der Lehrerschaft und die Termine auf der Erziehungsberatung bringen nichts, ausser, so Frau P., die Idee der Kinderärztin, die Schule zu wechseln. Die nächstgelegene Schule ist jedoch auf der anderen Seite der Kantonsgrenze. Die Drittklässlerin erreicht die nächste Schule innerhalb des Wohnkantons zu Fuss in 45 Minuten. Ohne die Möglichkeit einen Mittagstisch zu besuchen ist dieser Schulweg nicht zumutbar. Deshalb erlaubt die Schuldirektion der Mutter, dass Tochter S. die Schule im Nachbarkanton besucht und übernimmt das Schulgeld – bis auf einen Elternbeitrag von monatlich Fr. 200.–. Dies übersteigt aber das Budget von Frau P. Sie sprach darüber mit ihrer Pfarrerin, die sich an das KJHW wandte. Das KJHW übernimmt für zwei Jahre den Elternbeitrag.

Praxisbeispiel 2

Herr F., angestellter Schreiner, ist Vater einer fünf Monate alten Tochter. Die Geburt haben Ehefrau und Tochter gut überstanden und sich erholt. Völlig überraschend erhielt dann vor drei Wochen seine Ehefrau die Diagnose Darmkrebs. Sofort empfahl der Onkologe dem Ehepaar eine aufwendige Chemotherapie, die Frau F. sehr schwächte und eine Betreuung ihrer Tochter unmöglich machte. Für Frau F. konnte die SPITEX und für die kleine Tochter eine Betreuerin eingefordert werden, welche nun für jeweils 5 Stunden pro Tag Frau F. half, sich um ihre Tochter zu kümmern. Die Krankenkasse übernahm jedoch nur zwei Betreuungsstunden pro Tag für den Säugling, den Rest musste die junge Familie selber finanzieren. Da das Einkommen der Familie nicht ausreichte und der Vater ratlos war, hat er sich an seinen Pfarrer gewandt. Dieser hat dem KJHW ein detailliertes Gesuch eingereicht und das KJHW konnte der Familie für die offenen Kosten während der dreimonatigen Chemotherapie helfen. 


Weitere Informationen

Kontaktadresse
Christkatholisches Kinder- und Jugendhilfswerk KJHW
c/o Franz-Othmar Schaad
Wannenholzstrasse 26
8046 Zürich
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Spendenkonto
Kinder- und Jugendhilfswerk der Christkatholischen Kirche der Schweiz
3007 Bern
IBAN: CH51 0900 0000 6042 9050 7
Postkonto 60-429050-7

Kommission
Präsidium: Franz-Othmar Schaad
Vizepräsidium: Karin Schaub, Diakonin
Aktuar/in: vakant
Kassier: Michael Böhm
Delegierte ZV: Frederika Schmidt
Vertreterin Synodalrat: Denise Wyss, Pfarrerin (ohne Stimmrecht)
Revisoren: Christian Binz, Steffisburg; Stefan Derungs, Schlieren

 
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