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Das Institut für Christkatholische Theologie der Universität Bern und der Schweizerische Rat der Religionen SCR haben in Zusammenarbeit mit dem Haus der Religionen, der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW und der Schweizerischen Theologischen Gesellschaft SThG erstmals gemeinsam eine Tagung zum Thema «Wenn meine Wahrheit nicht Deine Wahrheit ist – Wahrheitsanspruch und Pluralität der Religionen in der Schweiz» veranstaltet.

Die Tagung wurde mit Grussworten von Dr. Gottfried Locher, Präsident des SCR, Dr. Farhad Afshar, Präsident der Koordinationsstelle Islamischer Organisationen Schweiz KIOS und Prof. Dr. Angela Berlis, Universität Bern und Präsidentin der Schweizerischen Theologischen Gesellschaft begonnen.

Nach dem Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Reinhold Bernhardt von der Universität Basel, der sich mit der Frage was religiöse Wahrheit eigentlich ist beschäftigt hat, diskutierten Prof. Dr. Frank Mathwig, Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, Bern und Dr. Annette Böckler, Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Zürich anhand ihrer Vorträge über Toleranz.

Nach dem gemeinsamen veganen, ayurvedischen Mittagessen konnte entweder an einer Führung durch das Haus der Religionen oder an einem interreligiösen Dialog zwischen dem christlichen Theologen Prof. Dr. Dr. Douglas Pratt, Universität Bern und dem Assistenzrabbiner Michael Kohn von der Jüdischen Gemeinde Bern teilgenommen werden.

Über Konflikte und Pluralitätsfähigkeit referierten Prof. Dr. Hansjörg Schmid, Universität Fribourg und Dr. Sule Dursun, Universität Wien.

In der abschliessenden Podiumsdiskussion sprachen Rifa’at Lenzin, Präsidentin IRAS COTIS Zürich, Prof. Dr. Alfred Bodenheimer, Universität Basel, Bischof Harald Rein, SCR und Priester Murali Thiruselvam, Hindugemeindschaft Bern unter anderem über die Themen öffentlich-rechtliche Anerkennung religiöser Gemeinschaften in der Schweiz, die unterschiedliche Akzeptanz der religiösen Gemeinschaften durch die Gesellschaft und die historische Entwicklung des interreligiösen Dialogs. Das Schlusswort sprach Dr. Motassar BenMrad, Vizepräsident SCR, welcher nochmals den friedenfördernden Charakter des interreligiösen Dialogs betonte.

Mit zirka 75 Teilnehmenden, davon einige Französischsprachige die von der Simultanübersetzung profitierten, ist die Tagung auf grosses Interesse mit regem Austausch und vielen Diskussionen gestossen.

Miriam Schneider

 
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