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29 Projekte hat das Christkatholische Hilfswerk «Partner sein» für das Jahr 2018 vorbereitet. Mit 214 500 Franken sollen in acht Ländern die Lebensverhältnisse von benachteiligten Menschen in Afrika und Asien verbessert werden. Wie in den Vorjahren, engagiert sich das Hilfswerk auch wieder direkt vor Ort im Nahen Osten zugunsten von Flüchtlingen.

 

 

Das Engagement von «Partner sein» für Flüchtlinge konzentriert sich erneut auf den Libanon. Die syrischen Flüchtlinge stellen für die Nachbarländer eine grosse Herausforderung dar. Kein Land hat in Relation zur eigenen Bevölkerung mehr syrische Flüchtlinge aufgenommen als der Libanon.

Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst betreibt dort mehrere Schulen und vermittelt damit Kindern Bildung und ein Stück Hoffnung. «Partner sein» unterstützt deshalb diese Organisation auch dieses Jahr mit einem Beitrag.

Fortgeführt wird auch die Zusammenarbeit mit der Middle East Council of Churches. Konkret unterstützt wird die medizinische Versorgung erkrankter Christinnen und Christen, die in den Libanon geflohen sind und sich Behandlungen und Medikamente nicht selber leisten können.

Schwerpunkt Afrika

Das grösstes Projekt von «Partner sein» wird zurzeit in Bagira, im Osten der Demokratischen Republik Kongo, realisiert. Nach dem
erfolgreichen Bau des ersten Schulgebäudes mit Sanitäranlagen wird von 2017 bis 2020 ein zweites Gebäude errichtet, das allen 600 Primar- und 200 Sekundarschülern zweckmässige und wetterfeste Infrastrukturen bietet. Dadurch werden sowohl die Hygiene wie der Zusammenhalt der verschiedenen sozialen Gruppen gefördert. Diese Region ist von einem starken Bevölkerungswachstum durch Kriegsvertriebene geprägt. Unterstützt wird dieser Bau auch durch «Latitude 21» des Kantons Neuenburg.

Für die sieben Projekte in der Demokratischen Republik Kongo sind im laufenden Jahr 50 000 Franken vorgesehen.

Im zweiten Schwerpunktland Uganda sollen diesmal für sieben Projekte 45 000 Franken eingesetzt werden.

48 000 Franken sind im laufenden Jahr für vier Projekte in Tansania vorgesehen. Zwei dieser Projekte werden durch die Stiftung «Solidarität Dritte Welt» sowie die Internationale Altkatholische Diakonie und Mission (IAKDM) mitunterstützt.

Je ein Projekt im Südsudan und in Sambia vervollständigen das Engagement von «Partner sein» in Afrika. Hervorgehoben sei an dieser Stelle die Berufsbildung für Jugendliche in Ibba (Südsudan). Im Ausbildungszentrum der Diözese können Jugendliche nach Schulabschluss ihre Ausbildung weiterführen und ein Diplom erwerben. Sie lernen englisch und erhalten eine Ausbildung in Administration, die ihnen eine spätere Erwerbstätigkeit ermöglichen soll. Finanziert werden Lehrerlöhne sowie die Anschaffung von Computern und Schulmaterial. Zudem wird die Ausbildung von einheimischen Lehrern unterstützt, welche im Südsudan nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg weitgehend fehlen und aktuell mit teuren Lehrkräften aus Nachbarländern ersetzt werden.

Acht Projekte in Asien

Die Unabhängig Philippinische Kirche ist für das Hilfswerk eine langjährige Partnerin. Für 2018 wurden sieben Projekte für insgesamt 43 300 Franken vorbereitet. Beim achten Projekt in Asien, dem Auffangzentrum für Frauen in Hongkong, erhalten ausgenutzte Hausangestellte aus umliegenden Ländern Beratung und Unterstützung.

Ein wesentlicher Teil der Mittel von «Partner sein» stammt aus den Sammlungen in den Kirchgemeinden während der Fastenzeit. Das Hilfswerk weiss diese Unterstützung sehr zu schätzen und bedankt sich herzlich dafür. Sehr dankbar ist «Partner sein» auch für die vielen Einzelspenden während des Jahres. Diese können projektbezogen oder zur freien Verwendung von Projekten eingesetzt werden. Wichtig und sehr geschätzt werden auch die Unterstützung durch die Missionskollekte, den Weltgebetstag, die Stiftung Solidarität Dritte Welt sowie weiterer Organisationen. Das Hilfswerk bedankt sich herzlich für dieses Wohlwollen.

Bei der Betreuung der Projekte gibt es für das laufendende Jahr eine Änderung: Ioan Jebelean ist aus der Kommission «Partner sein» ausgeschieden. Sein Engagement sei an dieser Stelle herzlich verdankt. Beatrice Reusser Lüthy wird neu – zusätzlich zu den Projekten Afrika englischsprachig – auch die Projekte in Asien betreuen. Die Projekte in Afrika französischsprachig liegen weiterhin in den Händen von Franz Peter Murbach.

Urs Müller

 
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