Zum Thema „Ehe für alle“

Nationalsynode: Christkatholische Kirche will Ehesakrament für alle

«Jede Segnung, die die Kirche einer zivilrechtlich geschlossenen Ehe zwischen zwei Erwachsenen gleich welchen Geschlechts spendet, ist in gleicher Weise sakramental.» Diese Aussage haben Bischof und Synodalrat der 154. Session der Nationalsynode der Christkatholischen Kirche der Schweiz vom 10./11. September in Thun zur Stellungnahme vorgelegt. Unter Namensaufruf hat die grosse Mehrheit der Stimmberechtigten, bei zwei Nein, der Aussage zugestimmt.

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Das Was und Wie zur «Ehe für Alle»

Wie das Traktandum «Ehe für Alle» an der Nationalsynode behandelt wird

Das Traktandum «Ehe für alle» umfasst folgende fünf Unterpunkte:

12.1 Bericht von Bischof und Synodalrat
12.2 Vorgehen und Anwendung des Verfahrens zur Stellungnahme in Glaubensfragen
12.3 Erste Lesung
12.4 Antrag zur Erarbeitung liturgischer Formulare
12.5 Stellungnahme zuhanden der Internationalen Bischofskonferenz (IBK)

Die Punkte 12.1 und 12.2 dienen der Erläuterung. Zu Punkt 12.3 gibt es eine Abstimmung unter Namensaufruf gemäss Art. 22 der Kirchenverfassung, zu den Punkten 12.4 und 12.5 Abstimmungen mit einfacher Mehrheit.

Zum Artikel von Adrian Suter
Zur Stellungnahme der Pastoralkonferenz


Bischof Harald Rein über sein Bibelverständnis

Das Ineinander von Bibel und Tradition beim Eheverständnis

Der Hirtenbrief zur Fastenzeit 2021 trägt den Titel „Ehe für Alle. Vorwärts machen. Aber mit Rücksicht auf Bibel, Tradition und Andersdenkende“. Er impliziert, dass die Bibel, die Tradition und die Konsens-findung für mich als Christ, als Christkatholik und als Bischof wichtig sind. Gleichzeitig hat dies Rückfragen ausgelöst. Sie möchten wissen wie ich die Bibel auslege? Und welche Kriterien dabei eine Rolle spielen? Wie jede/r von Ihnen kann ich gar nicht die Bibel lesen, ohne sie bewusst oder unbewusst auszulegen. Wie jede/r von Ihnen kann ich gar nicht über die Bibel nachdenken, ohne von Annahmen auszugehen, wie z.B. meinem christkatholischen Kirchenverständnis. Die folgenden Hinweise möchten dies nochmals verdeutlichen.

Zum Artikel von Bischof Harald


«Der Segen Gottes liegt auf jeder Liebe»

Zur Sakramentalität der Ehe für Alle

Meine Ausführungen sind ein Beitrag zu der aktuellen Diskussion um die sakramentale Ehe für alle in unserer Kirche. Ich verstehe ihn auch als ein Zeugnis meiner persönlichen Spiritualität und wie ich insbesondere die bedingungslose Liebe Gottes verstehe.

Die Schöpfung ist ursprünglich gut. Dass dies auch die Meinung Gottes ist, entnehmen wir den beiden wunderbaren Schöpfungsberichten aus dem Genesisbuch, wo es im ersten heisst, dass Elohim (man beachte den Plural im hebräischen Wort) zu sich selber sagte: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich! (Gen 1,26). Und Elohim schuf den Menschen als männlich und weiblich (Gen 1,27b).

Zum Artikel von Denise Wyss


Ehe für Alle: Auslegungen zur Frage des Ehebegriffs

Und was sagt denn das Neue Testament?

Eine erste Antwort auf die im Titel gestellte Frage muss, aus altkatholischer (wie auch aus ökumenischer) Sicht heissen: Dass muss für jede Zeit und jeden Kontext neu entdeckt werden. Das hat mit dem Verständnis der Bibel in altkatholischer Theologie zu tun. Dieses Verständnis ist auf der Grundlage altkirchlicher Theologie und im Gespräch mit anderen Kirchen entwickelt und von zentraler Bedeutung bei der Beantwortung sämtlicher Fragen, die anfangen mit ‘was sagt die Bibel zu…’ Die Bibel kommt erst zu ihrem Recht im Zusammenspiel mit verschiedenen sogenannten ‘Bezeugungsinstanzen’ des Glaubens. …

Zum Artikel von Peter-Ben Smit


Was ist eine Glaubensfrage?

Stellungnahme in Glaubensfragen: Eine Aufgabe der Nationalsynode

Ist die «Ehe für alle» eine Glaubensfrage? Kann die Christkatholische Kirche der Schweiz eigenständig beschliessen, gleichgeschlechtliche Paare zu trauen, oder braucht es dazu einen Beschluss der Internationalen Bischofskonferenz? Oder allgemein gesprochen: Wie gehen wir mit Fragen des Glaubens um?

In seiner Enzyklika Mortalium animos von 1928 nimmt Papst Pius XI. Stellung zur ökumenischen Bewegung: Einheit der Kirche könne es nur geben, wenn es Einheit des Glaubens, der Lehre und der Leitung gibt. Dabei sei es «absolut unstatthaft, den… Unterschied zwischen den so genannten ‘grundlegenden’ und ‘nichtgrundlegenden’ Glaubenswahrheiten zu machen»; vielmehr müssten die anderen Christinnen und Christen, die bisher nicht der römisch-katholischen Kirche angehören, «sich der Lehre und der Leitung des Stellvertreters Christi unterwerfen und ihm gehorchen.» Der ganzen Lehre – billiger sei Einheit der Kirche nicht zu haben.

Zum Artikel von Adrian Suter


Ehe, Liebe, Gender

Vier online Gesprächsabende über Zoom mit Input, gemeinsamer Reflexion und freiem Gespräch unter der Trägerschaft der Fachstelle Bildung sowie der Kirchgemeinden Luzern und Schönenwerd-Niedergösgen.

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die „Ehe für alle“ werden sich die Teilnehmenden verschiedene Fragen stellen: Wie verstehen wir Liebe und Partnerschaft? Was macht nach christlichem Verständnis Ehe als Sakrament aus? Welche Formen des Lebens und Liebens abseits der heterosexuellen Partnerschaft gibt es, und was hat es mit den Buchstaben LGBTQIA* auf sich? Im Zentrum des Austausches steht dabei die inhaltliche Reflexion, nicht die Kirchenpolitik.

Mehr zu den Gesprächsabenden finden Sie auf der entsprechenden Webseite > Link


Der Ständerat sagt grundsätzlich ja zur „Ehe für alle“

Im Rahmen der Wintersession hat der Ständerat Anfang Dezember das Thema „Ehe für alle“ behandelt. Mit einem grundsätzlichen Ja von 22 zu 20 Stimmen geht die Vorlage nun zur weiteren Bearbeitung zurück an den Nationalrat.

Zur Pressemitteilung bei SRF.ch
Zum provisorischen Text der Debatte auf Parlament.ch


St. Gallen, 02. September 2020

«Die Kirche muss mit der Zeit gehen», ist Pfarrer Daniel Konrad überzeugt. «Das ist die DNA der Christkatholischen Kirche in der Schweiz. Die Kirche sollte sich nicht gegen die Gesellschaft stellen, sondern der Gesellschaft nah sein», sagt er.

Anfang September 2020 hat Pfr. Daniel Konrad bei Radio FM1 ein Interview zum Thema „Ehe für alle“ gegeben. Das Interview finden Sie hier -> Link

Direktlink zum Beitrag beim Podcast „Gott und d’Welt“


Zürich, 22. August 2020

Am Samstag, 22. August 2020, hat in Zürich die ausserordentliche Session der Nationalsynode stattgefunden. Nach intensiven Stunden des Zuhörens, Vertiefens, Diskutierens und Abstimmens endete sie mit einem deutlichen Ergebnis. Die Berichterstattung hierzu folgt auf der Website wie auch in der Ausgabe 2020-16 des „Christkatholisch“.

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Bern, 22. April 2020

Die ausserorderordentliche Session der Nationalsynode zum Thema „Ehe für alle“, die für 7. März 2020 geplant war, findet neu am Samstag, 22. August 2020 in Zürich statt. Sehr herzlich danke ich der Kirchgemeinde Zürich, dass sie bereit ist, die Session auszurichten. Sie beginnt um 10 Uhr in der Augustinerkirche.

Diese Session der Nationalsynode ist als offene Session vorgesehen, zu welcher neben den Synodemitgliedern auch alle weiteren interessierten Christkatholikinnen und Christkatholiken eingeladen sind. Am Schluss der Session ist eine Konsultativabstimmung durch alle Synodeteilnehmenden geplant, die es Bischof und Synodalrat erlaubt, zuhanden der nächsten ordentlichen Synodersession das weitere Vorgehen einzuleiten.

Für die Teilnahme an dieser Synodersession ist eine Anmeldung erforderlich. Alle Mitglieder der Synode sowie weitere Personen, die sich für die Session am 7. März angemeldet haben, erhalten die Einladung und Unterlagen zur Session vom 22. August zugeschickt. Weitere Interessierte melden sich bitte bis am 20. Juli 2020 bei sekretariat(at)christkath-zuerich.ch oder Tel. 044 211 12 75 an.

Pfr. Peter Grüter
Präsident der Nationalsynode


Bern, 22. März 2020

Verschiebung der ordentlichen 153. und der ausserordentlichen 152. Session der Nationalsynode

Die Corona-Krise zwingt auch die Gremien der Christkatholischen Kirche zu einschneidenden Massnahmen.

Die 153. ordentliche Session der Nationalsynode kann nicht wie vorgesehen am 5./6. Juni 2020 in Laufen stattfinden; sie wird verschoben. Ein möglicher Verschiebungstermin ist der 20./21. November 2020. Die Mitglieder der Synode sind gebeten, sich diesen Termin dafür freizuhalten. Doch wann genau, wo und in welcher Form die Session nachgeholt werden kann, ist im Moment noch offen. Es wird zu gegebener Zeit eine neue Einladung dafür verschickt. Wer sich für den 5./6. Juni 2020 schon angemeldet hat, erhält die einbezahlte Teilnahmegebühr zurückerstattet.

Der Termin für die 152. ausserordentliche Session zur «Ehe für alle» ist voraussichtlich der 22. August 2020 in Zürich. Synodebüro, Bischof und Synodalrat werden Sie weiterhin informieren.

Bleiben Sie gesund; und trotz allem: Schöne Ostern!

Pfr. Peter Grüter
Präsident der Nationalsynode