Maria zum Schnee Rigi Klösterli

Aus der Reihe: Kapellen der Schweiz

Damit die schwyzerischen Sennen der Rigi den Gottesdienst am Sonntag besuchen konnten, stiftete 1688 der Kirchenvogt von Arth und seine Frau diese Kapelle mit einem Altar. 1689 wurde sie eingesegnet und ein Jahr später (1700) «Maria zum Schnee» geweiht. Immer mehr Pilger suchten Rat und Heilung bei «Maria zum Schnee», so dass ab 1715 die Kapuziner das ganze Jahr anwesend waren. Dreissig Jahre später konnte die Kapelle den Pilgerstrom nicht mehr aufnehmen. 1721 wurde sie durch eine grössere – die heutige Wallfahrtskapelle – ersetzt. Das Gnadenbild vom Arther Maler Johann Balthasar Steiner wurde übernommen. Er hatte es in Rom gemalt und es ist eine Kopie des berühmten Bildes «Maria zum Schnee» von der Santa Maria Maggiore in Rom. 1846 wurde es von M.P. Deschwanden restauriert und der geschnitzte Rahmen wurde angebracht.


Die Kapelle gilt heute als eine der schönsten Bergkapellen. Viele Pilger besuchen die Wallfahrtskapelle und feiern dort» Gottesdienst. Der Name «Maria zum Schnee» stammt von der Kirche «Santa Maria Maggiore». Sie wurde in Rom an der Stelle erbaut, wo in der Nacht zum 5. August 352 in Rom Schnee gefallen war. Nach alter Überlieferung wurde durch die Mutter Gottes Maria dem damaligen Papst Sixtus III im Traum aufgetragen, dort eine Kirche zu errichten.

(Bild und Text: Rigi.ch)

Standort: Rigi Klösterli