„Das beste Chrisola, in dem ich je war“

Bereits gehören die beiden ChriSoLa der Vergangenheit an. Es freut uns, können wir Ihnen einen kleinen Einblick ins ChriSoLa I geben, aus Sicht eines Teilnehmers und aus der Perspektive eines Leiters.

Das ChriSoLa I 2020 war meiner Meinung nach das beste ChriSoLa, in dem ich je war. Ich werde mich noch lange daran erinnern, vor allem auch, weil es mein letztes ChriSoLa als Teilnehmer war.
Ich freute mich sehr auf das diesjährige Chrisola I, und nach der (mit der Maske etwas anstrengenderen) Anreise nahm das Lager seinen gewohnten Lauf. Das Programm war toll, das Essen war super und die Stimmung war top!

Die Wanderung am Mittwoch war für den Grossteil von uns anstrengend und lang und ich glaube ich spreche für alle, wenn ich sage, dass wir in dieser Nacht gut schliefen. Ein Highlight war für mich, wie jedes Jahr, die Disco. Einmal mit meinen Freunden so richtig die Sau raus lassen hat mir richtig gutgetan. In die Badi gehen, Musik beim Wandern, Geländespiele und die Nachtwanderung waren natürlich alles auch Highlights, aber was ich am besten fand war, dass ich für fast 2 Wochen das blöde Coronavirus etwas vergessen konnte.

Der Abschied fiel mir dieses Jahr besonders schwer, weil ich auf der Mörlialp so viele schöne Erinnerungen als Teilnehmer sammeln durfte. Die Mörlialp ist für mich eine zweite Heimat, die Leiter und Kinder eine zweite Familie. Diese schönsten 7 Jahre meines Lebens (bis jetzt) werde ich nie vergessen, und vor allem nicht diese wundervollen Personen, welche mit mir im ChriSoLa waren und immer für mich da sind.

James Curran


Rugby-Spiel mit Léonie

Jedes Jahr ist der letzte Tag der schwierigste, und zugleich der schönste. Es ist effektiv der Moment, an welchem wir uns verabschieden müssen. Es werden Telefonnummern ausgetauscht oder Adressen für Postkarten. Bei einigen laufen grosse Krokodilstränen über die Wangen, die das Lager zu kurz gefunden haben (und meistens sind auch Leiter/innen darunter).

An diesem Tag merken wir jedes Jahr wie die Interaktionen zu Beziehungen fürs Leben geführt haben. Erst recht, wenn Glenn emotional verkündet, dass er eine Pause machen wird nach all diesen Lagern, oder dass James, nach 7 Jahren Teilnahme, nun warten muss, bis er wieder als Leiter auf die Mörlialp kommen kann.

Die Teilnehmer machen eine eigene Rangliste der besten Leiter und Leiterinnen. Sie schenken ihnen etwas (ein Armband, ein Zettel mit ein paar Worten, etwas, das sie gebastelt haben, usw.). Sie fragen sich, wer nächstes Jahr wiederkommt und melden den Leiter/innen, dass Sie auch einmal zum Leiterteam gehören möchten. Man kommt aus dem ChriSoLa I mit schönen Erfahrungen und Erinnerungen an die Zeit, welche wir zusammen verbracht haben zurück und wird fast zweisprachig. Wenn aus alten Teilnehmern Leiter werden, sind wir stolz, sie an unserer Seite zu haben.
Alle diese Beziehungen, welche entstanden sind, werden im Laufe der Lager gefestigt, man entdeckt so viel. Jede Person teilt ihre Leidenschaften und Begabungen und wird dadurch Teil der Gruppe.

So sieht man während der frei verfügbaren Zeit eine Gruppe ums alte Klavier der Mörlialp stehen, mit seinen mangelhaften Tasten, wo Michaël ein Jazzstück improvisiert. Eine andere Gruppe von zehn Jugendlichen ist auf dem Basketballplatz, welcher von Glenn zum Volleyplatz oder von Léonie zum Rugbyplatz transformiert wurde. Melody bereitet im Büro die nächsten Ausflüge vor oder macht Fotos, um Erinnerungen zu sammeln. Livia sorgt sich um die Bobos. Einige sind am Basteln und zaubern die schönsten Armbänder und Origami mit Michaël, der das Klavier losgelassen hat. Andere spielen am Waldrand mit Colin, Bastian und Aurel. All das unter den wohlwollenden und schelmischen Augen des Mörligeists!

So haben die Kinder sehr viele tolle Geschichten zu erzählen, wenn sie zurückkommen. Hören Sie zu (planen Sie mehrere Stunden ein) und reservieren Sie bereits jetzt die Zeit, um mit uns das nächste ChriSoLA im 2021 zu geniessen.

Michaël Droz-dit-Büsset

 

Impressionen aus dem ChriSoLa 1 2020