120 Jahre Epiphaniekirche

Die Bieler Christkatholikinnen und Christkatholiken feiern

Die Christkatholische Kirchgemeinde Biel, Teil der Christkatholischen Landeskirche des Kantons Bern und des Bistums der Christkatholischen Kirche der Schweiz, feiert den 120. Jahrestag der Weihe ihrer Epiphaniekirche.

Die (liberale) christkatholische Gemeinde konstituierte sich nach demokratischem Entscheid im Jahr 1873 und erhielt vom Kanton die landeskirchliche Anerkennung. Während einigen Jahren benutzte sie, gemäss staatlicher Verfügung, gemeinsam mit der römisch-katholischen Gemeinde die seit 1870 bestehende Marienkirche an der Juravorstadt.

Am 10. Januar 1904, am Sonntag nach dem Fest «Epiphanie» (Erscheinung des (neu geborenen) Herrn vor den Weisen aus dem Morgenland), weihte der damalige Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz, Dr. Eduard Herzog, die im Jahr 1903 im neuromanischen Stil erbaute neue Kirche auf den Namen «Epiphaniekirche». Eine «Stätte des Friedens und der Liebe» sollte diese neue Kirche gemäss einem Bericht im «Schweizer Handelskurier» vom 9. Januar 1904 sein. Im Sinne der ökumenischen Offenheit der Christkatholischen Kirche, die sich seit ihrer Konstituierung als Brückenkirche zwischen den landeskirchlichen und freikirchlichen Konfessionen verstand, war die Epiphaniekirche immer wieder ein beliebter Ort für ökumenische Gottesdienste und öffentliche Veranstaltungen wie etwa Konzerte und Vorträge.

Aus baulichen und ästhetischen Gründen wurde die Epiphaniekirche in den dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts und letztmals vor einigen Jahren umfassenden Renovationen unterzogen.

Die Gemeinde feiert das 120-Jahr-Jubliäum ihrer Kirche am Sonntag, 7. Januar 2024, um 17 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst zum Thema «Epiphanie – Gegenwart des Ewigen in unserer Zeit». Der Gottesdienst wird musikalisch gestaltet von Kathrin Luterbacher, Orgel, und Astrid Wolfisberg, Trompete, und geleitet von alt Pfarrer Rolf Reimann in Vertretung der aus gesundheitlichen Gründen abwesenden amtierenden Pfarrerin Liza Zellmeyer.

Rolf Reimann, Biel