Renovation der Epiphanie­Kirche in Biel

Am 1. Februar 2020 wurde die Epiphanie­Kirche in Biel durch den Bischof, die versammelte Gemeinde und mit viel festlicher Musik wiedereingeweiht. Vor drei Jahren noch rechnete die Bieler Kirch­gemeinde nicht damit, dieses Fest je feiern zu können. Eine Renovation war zwingend: Schon 2012 wurde festgestellt, dass die Dacheindeckung und der Dachstuhl undichte Stellen und weitere gravierende Mängel aufwiesen. Zudem wurde an verschie­denen Stellen Asbest entdeckt.

Die Epiphanie­Kirche wurde 1904 von der christkatholischen Kirch­gemeinde erbaut. Anlässlich der ersten Innenrennovation von 1930 wurde eine Zwischendecke eingezogen und damit die frei­liegenden, bemalten Dachbalken verdeckt sowie der Kirchen­raum in Farbe und Material einheitlicher gestaltet. Die Idee, zusammen mit der Aussenhülle, den ursprünglichen Zustand der Kirche wiederherzustellen, musste wegen mangeln­ der finanzieller Mittel verworfen werden. Aus Sicherheitsgründen drohte jedoch eine endgültige Schliessung der Kirche. Dank der intensiven Suche nach einer finanzierbaren Lösung für die Reno­vation wurde die definitive Schliessung der Epiphanie­Kirche im
letzten Moment doch noch verhindert.

Das nun verwirklichte Projekt beinhaltet die Sanierung des Daches und des Turms, den Abbruch und die Entsorgung der mit Asbest belasteten Decke und die daraus resultierenden Sanierungs­arbeiten im Innenraum (Erneuerung der Beleuchtung, Anstrich). Die Kanzel aus den 30er­Jahren wurde entfernt. Aus der schweren Altarplatte wurde ein Andachtsaltar auf der vorderen linken Seite angefertigt, symmetrisch passend zum Taufbecken rechts. Mit bescheidenen finanziellen Mitteln konnte ein unerwartet schönes Resultat erzielt werden. Medienmitteilung Bieler Tagblatt: Die Kirche mit ihrer schönen neuen Holzdecke, der modernen Beleuchtung und dem neuen Holzaltar beeindruckt durch ihre Schlichtheit, wirkt hell und einladend.

Mit der engen Begleitung der Fachleute durch den KG-­Präsiden­ten Peter Derendinger und den Präsidenten der Baukommission Peter Wirz konnten alle Arbeiten speditiv angegangen, unvorher­sehbare Probleme – wie etwa der Konkurs einer der Baufirmen – an die Hand genommen und die Renovation mit nur wenig Ver­zögerung abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,27 Mio Franken (Bau 1,14; Innen 0,13). Daran will sich das Bistumsopfer durch Ihre Hilfe und Solidarität mit der diesjährigen Sammlung beteiligen. Denn entstanden ist « Ein Bijou , sagt so manche der sehr zahlreichen Mitfeiernden [des Festgottesdienstes vom 1. Februar] aus Biel und der ganzen Schweiz» (Zitat Bieler Tagblatt).

Die Gemeinde beherzigte die Worte des Festpredigers Andreas Kessler: «… es isch ä Hülle, wo mir mit Läbe wei fülle».