Mädchen in Sambia beim Oberstufenbesuch unterstützen

Hägendorf Der Erlös aus dem 85. Ökumenischen Suppentag kommt 1’400 Teenagern zu Gute.

Am Samstag, 12. März, organisierte die Arbeitsgruppe «Ökumene in Hägendorf, Rickenbach, Kappel und Boningen» im reformierten Kirchgemeindehaus in Hägendorf den 85. Ökumenischen Suppentag. Einige wenige Besucherinnen und Besucher machten von dem Corona-bedingten Angebot Gebrauch, Suppe «über die Gasse» mitzunehmen. Die meisten der gegen 80 Gäste nahmen aber vor Ort Platz und liessen es sich schmecken.

Cornelia Berger, die Hauptverantwortliche des ökumenischen Suppentags, begrüsste die Anwesenden zu diesem Anlass, und in der Folge wurde ihnen erläutert, wofür dieses Jahr der Erlös bestimmt ist. Gesammelt wird nämlich, wie jedes Jahr, für ein definiertes Projekt, das abwechselnd durch die drei Landeskirchen ausgewählt wird; die Projektzuteilung ändert zyklisch. Heuer ist die Reihe an der christkatholischen Landeskirche: Ihre Wahl im Rahmen von «Partner sein» – zusammen mit dem «Fastenopfer» der römisch-katholischen Kirche und «HEKS, Brot für alle» der evangelisch-reformierten Landeskirche – fällt dieses Jahr auf ein Projekt in Sambia im südlichen Afrika. Konkret werden Schulgelder für Mädchen im Raum Kitwe, einem grossen Kupferabbaugebiet an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, gesammelt. Die Partnereinrichtung von «Partner sein», die anglikanische Organisation «Cecily’s Fund» ermöglicht zudem Waisenkindern eine Schulbildung.

«Partner» sein finanziert darüber hinaus seit Jahren verschiedene Projekte, mit denen vor allem Mädchen im Alter von 14 bis 19 Jahren der Besuch der Sekundarschule ermöglicht wird. Diese Altersgruppe ist besonders vom Schulabbruch betroffen, weil die Eltern die Schulgelder nicht mehr aufbringen können oder weil die Mädchen zuhause willkommene Arbeitskräfte sind. Im laufenden Jahr sollen 1’400 Mädchen an acht Standorten in einem neuen Programm beim Schulbesuch unterstützt werden. Gleichzeitig werden Gesundheitsaspekte vertieft und die Eltern sensibilisiert. Gesundheitsvermittlerinnen, deren Ausbildung in einem früheren Projekt finanziert wurde, werden in diesem Projekt unterstützend eingesetzt.

Die 85. Auflage des ökumenischen Suppentages darf als Erfolg gewertet werden; nur wenige Plätze blieben leer. Die Gäste konnten zudem im Anschluss noch vom reichhaltigen Kuchenbuffet profitieren, und auch der Erlös aus dem Verkauf von nützlichen Produkten wie Ölen, Garn, Selbstgebasteltem oder Kräutertees geht an das Projekt im südlichen Afrika.                                                                                             

Beat Wyttenbach (Text und Bild)

Im reformierten Kirchgemeindehaus Hägendorf: Die Gäste liessen es sich schmecken.