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Festtagsgottesdienst

pfr-herzog

Sonntag, 23. April 2023 um 10 Uhr mit Predigt von Angela Berlis und anschliessendem Apéro

Zum Gedenken an Installation und 1. Gottesdienst von Pfarrer Eduard Herzog in der Stadtkirche vor 150 Jahren.

Im Rahmen von «150 Jahre christkatholische Kirche in der Schweiz» denken wir an den ersten Gottesdienst und die Installation von Eduard Herzog als erstem christkatholischen Pfarrer in der Stadtkirche Olten.

Paulin Gschwind in Starrkirch hatte sich bekanntlich geweigert, bei der Verlesung des Hirtenbriefes den Abschnitt über die Unfehlbarkeit des Papstes zu erwähnen und wurde in der Folge am 26. Oktober von Bischof Lachat suspendiert und exkommuniziert. Da am 22. Dezember 1872 das Wiederwählbarkeitsgesetz für Geistliche angenommen worden war, das die bisher lebenslang Amtsdauer für Geistliche auf 6 Jahre beschränkte, konnte auch die Kom-munalverwaltung in Olten dem ungeliebten Pfarrer Bläsi das Vertrauen entziehen und eine Neuwahl des Pfarrers zu fordern. Eine Schwierigkeit bestand darin, dass das Stift Schönenwerd das Kollaturrecht für die Pfarrei Olten besass. Schönenwerd wollte aber das Recht zur Pfarrwahl nicht abgeben und anerkannte somit kantonales Recht nicht. Daraus zogen Gemeinderat und Regierung die Konsequenz, dass das Recht des Stiftes hinfällig und die Regierung Wahlbehörde sei. Vorgeschlagen wurde Pfarrer Eduard Herzog, ein gebürtiger Luzerner in Krefeld, dem Walther Munzinger diesbezüglich am 15. Januar 1873 geschrieben hatte. Am 9. März 1873 wurde Peter Bläsi abgewählt und der Regierungsrat ersucht, Pfarrer Herzog zum Pfarrer von Olten zu wählen. Am Palmsonntag 1873 leitete Herzog nach her- kömmlichem Ritus den ersten Gottesdienst und am Ostersonntag, 13. April 1873 wurde Eduard Herzog von Landammann Vigier feierlich installiert und «mit einer einfachen und frommen Predigt nahm dieser (Pfarrer Herzog) sofort Besitz von den Herzen seiner neuen Gemeinde. Damit war die katholische Gemeinde Olten definitiv zu einer romfreien geworden». (BK)