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Geringeres Defizit, tiefere Einnahmen

Das Budget der Christkatholischen Kirchgemeinde Region Olten passierte die Abstimmungshürde problemlos.

Der Voranschlag für das kommende Jahr war das einzige ordentliche Traktandum der Christkatholischen Kirchgemeinde Region Olten vom Mittwochabend. 19 Stimmberechtigte hatten der Einladung Folge geleistet und erschienen im Kirchgemeindesaal in Olten. In seiner Präsentation zeigte Finanzverwalter David Schneeberger von der BDO AG, Olten, die Zahlen für 2026 auf: Das Budget sieht bei einem Aufwand von 561’465 Franken und einem Ertrag von 451’820 Franken ein Minus von 109’645 Franken vor. Gegenüber dem Vorjahresbudget resultiert eine Verbesserung von 27’630 Franken. «Dies ist auf den um 14’200 Franken tieferen Personalaufwand im Kultus sowie den um 6’870 Franken tieferen Beitrag an die Synodalratskasse zurückzuführen», erklärte Schneeberger. Zudem sei mit höheren Nebenkostenrückerstattungen aus den Vorjahren seitens der Mieter im Pfarrhaus Trimbach zu rechnen. Im Gegenzug werde mit 6’300 Franken tieferen Steuereinnahmen kalkuliert.

Steuerfuss bleibt bei 18 Prozent

In der Investitionsrechnung sind 71’115 Franken im Verwaltungsvermögen vorgesehen. Diese Summe betreffe den noch nicht abgeschlossenen Rückbau der Kirche in Hägendorf, so der Finanzverwalter. Im Bereich Finanzvermögen sind keine Investitionen geplant. Der Souverän stimmte in der Folge diskussionslos dem Voranschlag 2026 einstimmig zu, ebenso dem unveränderten Steuerfuss von 18 Prozent.

Zudem nahmen die Anwesenden Kenntnis vom Finanzplan für die kommenden Jahre, der eine jährliche Abnahme des Eigenkapitals vorsieht. «Dieses reicht noch für zehn Jahre, das ist ein kurzer Horizont», legte FiKo-Präsident Thomas Neuhaus dar. Die FiKo habe die Arbeit aufgenommen und bereits jetzt schon diverse Positionen kritisch hinterfragt. Zudem plant er für kommendes Jahr einen Workshop durchzuführen, um zu eruieren, wo noch gespart werden könne und welche allfälligen Einnahmen generiert werden könnten. Kurt Füeg stiess aus der Versammlung ins selbe Horn: «Eine Finanzplanung ist absolut notwendig, sonst müssen wir uns irgendwann die Frage stellen, wer unsere Kirche übernimmt.»

Beat Wyttenbach