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Kirchgemeindehaus wird für 300’000 Franken umgebaut – Christkatholische Gemeinde ist auf Mietzinseinnahmen angewiesen

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Die Stimmberechtigten der Christkatholischen Kirchgemeinde Region Olten stimmten einem entsprechenden Kreditbegehren zu. Doch der Beitrag ist wegen Auflagen höher als ursprünglich geplant.

Das christkatholische Kirchgemeindehaus wird umgebaut, damit neu drei Wohnungen vermietet werden können.

Die Christkatholische Kirchgemeinde Region Olten will ihr Gemeindehaus umbauen. Dafür musste an der Gemeindeversammlung vergangenen Mittwoch ein Kredit von 230’000 Franken bewilligt werden. So war es zumindest vorgesehen und traktandiert. Ursprünglich war im Erdgeschoss der Einbau eines Modegeschäftes vorgesehen gewesen, dieses Projekt wurde dann fallengelassen, da der finanzielle Aufwand den Ertrag bei weitem überstiegen hätte.

Der Oltner Architekt Marc Thommen der W. Thommen AG stellte das Projekt vor. Geplant ist, die Räumlichkeiten im ersten, zweiten und dritten Stock zu Wohnungen aus-, respektive umzubauen – inklusive Balkon-Anbau auf der Südseite des zweiten Stocks.

Altstadtkommission machte Vorgabe

Wie Thommen ausführte, war die Baueingabe mit den Unterlagen von den zuständigen Behörden sehr wohlwollend beurteilt worden. Einzig der im zweiten Stock vorgesehene Balkon muss aufgrund einer Auflage der Altstadtkommission ohne Stahlstützen entlang der rückwärtigen Fassade ausgeführt werden. Damit werde die optische Integrität des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes nicht beeinträchtigt. So könne die Vorgabe der Altstadtkommission doch noch eingehalten werden.

Marc Thommen ist auch Präsident des EHC Olten.

Marc Thommen ist Architekt, auch Präsident des EHCO und christkatholisch

Weiter kommen noch ergänzend die Vorgaben der Solothurnischen Gebäudeversicherung dazu: So muss im Parterre auf der Südseite beim Kirchgemeindesaal ein zusätzlicher Fluchtweg erstellt werden (Türe im Zaun ostseitig plus Fluchttreppe). Darüber hinaus muss anstelle des Gitters im Foyer eine Glaswand mit Türe und westseitig im Foyer eine weitere Glaswand eingebaut werden, um wie bisher 100 Gäste im Saal unterbringen zu dürfen.

Ansonsten würde sich die bewilligte Zahl von Saalgästen auf 50 reduzieren. «In der Summe ergeben diese Projektanpassungen und Auflagen rund 60’000 Franken», führte Thommen aus.

Denkmalpflege soll sich bei Mehrkosten beteiligen

Die Konsequenz: Der Kirchgemeinderat beantragte den 21 Stimmberechtigten, wegen dieser neuen Umstände statt der ursprünglich geplanten 230’000 Franken ein Kostendach von 300’000 Franken zu bewilligen, was diese denn auch einstimmig tat.

Beat Wyttenbach