91. Session des christkatholischen Synodalverbands Kanton Solothurn – Synodalverband Solothurn blickt auf starke Leistungen
24. April 2026
An der 91. Session des christkatholischen Synodalverbands des Kantons Solothurn in Schönenwerd standen die vielfältigen gesellschaftlichen Leistungen der Kirchgemeinden im Zentrum. Studien belegen ihren grossen Mehrwert – finanziell wie auch durch umfangreiche Freiwilligenarbeit.
Von Elisabeth Ambühl-Christen
Die Anwesenden nehmen am 21. März 2026 in Schönenwerd erfreut Kenntnis von den gesamtgesellschaftlichen Leistungen der Kirchgemeinden.
Die Präsidentin Erika Schranz darf mit grosser Freude zahlreiche Gäste begrüssen: Regierungsrat Mathias Stricker, Rudolf Köhli, Präsident der Solothurnischen interkonfessionellen Konferenz SIKO, Urs Umbricht, Präsident der Römisch-Katholischen Synode, Erich Huber, Vizepräsident der evangelisch-reformierten Synode. Sie begrüsst auch die Delegierten sowie die Geistlichen. Zudem stellt sie eine hohe Kontinuität im Vorstand fest.
Schönenwerd als Gastgeberin
Die christkatholische Kirchgemeinde Schönenwerd-Niedergösgen verfügt mit der Stiftskirche St. Leodegar über den ältesten Sakralbau im Kanton Solothurn – aus der historischen Epoche des Hochmittelalters. Die Anwesenden wurden wohl umsorgt mit dem Begrüssungskaffee, der von Pfarrverweser Ilya Kaplan würdig gestalteten Einstimmung, den Verhandlungen im Pfarrsaal, dem anschliessenden gemeinsamen Mittagessen mit Gedankenaustausch sowie der nachmittäglichen Führung im Paul Gugelmann-Museum.
Schwerpunkt der diesjährigen Frühlingssession waren die beiden Studien zur Leistungsbilanz sowie zu den gesamtgesellschaftlichen Leistungen der Kirchgemeinden, über die Urs Umbricht sowie die Präsidentin anhand des Flyers «kirche tut gutes» informieren konnten.
Leistungsbilanz der Solothurner Landeskirchen
Das Gesetz über den Finanzausgleich verlangt eine periodische Veröffentlichung der Leistungsbilanz durch die Landeskirchen. Die aktuelle zeigt auf, dass die Landeskirchen ihre Mittel gemäss Gesetz verwenden. Insbesondere die Mittel, die für die Fachstellen und Drittorganisationen eingesetzt werden, sind in vielen Fällen von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Beispielhaft sind die seelsorgerischen Tätigkeiten im Spital, im Gefängnis und in der Notfallseelsorge, wo Menschen in ausserordentlichen Situationen betreut werden. In den Bereichen Jugend, Religionspädagogik und Musik unterstützen die Landeskirchen bildungsorientierte und kulturelle Fachstellen, die vornehmlich jungen Menschen zugutekommen.
Gesamtgesellschaftliche Leistungen der Kirchgemeinden
Die jüngst erstellte Studie zeigt: Der Wert der gesamtgesellschaftlichen Leistungen der Kirchgemeinden setzt sich zusammen aus vier Elementen: bezahlte Stunden, Stunden der Freiwilligen und Ehrenamtlichen, Anteil der nicht berücksichtigten Leistungen sowie Spenden. Darüber hinaus erbringen die Kirchgemeinden zusätzliche wertvolle Beiträge, etwa durch die Integration gesellschaftlich benachteiligter Personen, deren Wert sich in Geld nicht messen lässt. Dazu kommen der Existenzwert und die Pflege von kirchlichen Gebäuden, die in vielen Gemeinden zum ursprünglichen Ortsbild gehören. Der Kanton Solothurn unterstützt die Landeskirchen und Kirchgemeinden über die Finanzausgleichssteuer mit 10 Millionen Franken. Die Einwohnerinnen und Einwohner erhalten dafür gesamtgesellschaftliche Leistungen im Umfang von 23 Millionen Franken, also: aus 10 mach 23. Es werden rund 400 000 Stunden ausgewiesen, etwa die Hälfte davon wird in Freiwilligenarbeit wahrgenommen.
Der Abschluss für das Jahr 2025 ist in Ordnung
Die Präsidentin Erika Schranz führte souverän und mit grossem Überblick auch durch die regulären Themen. Sowohl der Jahresbericht 2025 wie auch die Jahresrechnung 2025 waren unbestritten und wurden von den Delegierten aus den vier christkatholischen Kirchgemeinden Grenchen, Solothurn, Olten und Schönenwerd-Niedergösgen einstimmig genehmigt. Im Jahr 2025 befasste sich der Vorstand mit Erika Schranz, Präsidentin, Dieter Berthoud, Vizepräsident, Antje Kirchhofer, Aktuarin, Thomas Stutz, Verwalter, Monique Rudolf von Rohr und Elisabeth Ambühl-Christen mit den anvertrauten Geschäften. Die Erfolgsrechnung des Jahres 2025 schloss mit einem Ertragsüberschuss von 1535.10 Franken, dies bei einem Gesamtaufwand von 115 922.34 Franken und einem Gesamtertrag von 117 457.44 Franken. Damit kann der koordinative Auftrag der Kantonalsynode fortgesetzt werden.