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Zwischen Lob, Fragen und klaren Erwartungen – Stimmen zur Kommunikation prägen die Session im Tessin

Im Vorfeld der Nationalsynode vom 29. und 30. Mai 2026 in Lugano sammelte die Christkatholische Kirche der Schweiz persönliche Testimonials zu ihren Kommunikationsmitteln. Die Rückmeldungen zeigten ein breites Spektrum: von Wertschätzung für bestehende Angebote über konkrete Verbesserungsvorschläge bis hin zu kritischen Fragen nach Reichweite, Relevanz und Zukunftsfähigkeit. Die Session im Tessin erhält damit bereits vor Beginn wichtige Impulse für die Debatte.

Von der Redaktion

Im Hinblick auf die 159. Session der Nationalsynode in Lugano stellte die Christkatholische Kirche der Schweiz ein Thema ins Zentrum, das für ihre Zukunft zunehmend an Bedeutung gewann: die eigene Kommunikation. In einer kleinen Umfrage wurden Stimmen aus verschiedenen Bereichen der Kirche gesammelt – engagierte Mitglieder, Verantwortliche und Beobachtende äusserten sich zu bestehenden Kommunikationsmitteln wie Printprodukten, Website, digitalen Kanälen und interner Vernetzung. Die Testimonials machten deutlich, dass Kommunikation innerhalb der Kirche längst nicht mehr nur organisatorische Aufgabe, sondern strategische Kernfrage geworden war.

Viele Rückmeldungen würdigten, dass die Kirche bereits über wichtige Kommunikationsgefässe verfüge und insbesondere mit dem Magazin, offiziellen Mitteilungen sowie digitalen Angeboten eine solide Basis geschaffen habe. Positiv hervorgehoben wurde, dass Informationen verlässlich vermittelt würden und die Kirche ein eigenständiges Profil besitze. Gerade in einer vergleichsweise kleinen kirchlichen Struktur sei diese Kontinuität von grossem Wert.

Zwischen Tradition und digitalem Wandel

Gleichzeitig wurde in zahlreichen Stimmen deutlich, dass bestehende Kommunikationswege nicht mehr in allen Bereichen den heutigen Erwartungen entsprachen. Mehrfach wurde der Wunsch nach moderneren, schnelleren und zielgruppengerechteren Formaten geäussert. Besonders digitale Präsenz und eine stärkere Ansprache jüngerer Generationen wurden als zentrale Zukunftsaufgaben genannt. Dahinter stand die grundlegende Frage, wie die Christkatholische Kirche der Schweiz sichtbarer werden und ihre Botschaften zeitgemäss vermitteln könne, ohne ihre Identität zu verlieren.

Kritische Rückmeldungen thematisierten auch die Reichweite kirchlicher Kommunikation. Einzelne Stimmen fragten, ob bestehende Kanäle tatsächlich jene Menschen erreichten, die über die aktive Kerngemeinde hinaus angesprochen werden sollten. Kommunikation müsse nicht nur informieren, sondern auch verbinden, inspirieren und neue Kontakte ermöglichen. Damit rückte die Frage nach strategischer Priorisierung zunehmend in den Vordergrund.

Session in Lugano als Chance zur Standortbestimmung

Die gesammelten Aussagen verliehen der Session im Tessin zusätzliche Aktualität. Lugano wird damit nicht nur Austragungsort der Nationalsynode, sondern auch Plattform für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Selbstverständnis kirchlicher Kommunikation. Die unterschiedlichen Perspektiven zeigten, dass die Kirche sich in einem Spannungsfeld zwischen bewährter Tradition und notwendiger Weiterentwicklung bewegte.

Gerade die Mischung aus konstruktiver Anerkennung und offener Kritik machte den besonderen Wert der Testimonials aus. Sie lieferten keine einfachen Antworten, wohl aber ein realistisches Bild der Erwartungen innerhalb der Kirche. Kommunikation erschien dabei nicht als Nebenschauplatz, sondern als Schlüsselthema für Sichtbarkeit, Zusammenhalt und Zukunftsfähigkeit.

So wurde bereits vor der Session deutlich: Die Christkatholische Kirche verfügte über engagierte Stimmen, klare Anliegen und die Bereitschaft, Kommunikationsfragen offen zu diskutieren. Lugano bietet damit die Gelegenheit, aus vielen Einzelstimmen einen gemeinsamen Weg für die zukünftige kirchliche Kommunikation zu entwickeln.